Gesundheitsreform: Am Ende zwei kranke Systeme
(Berlin) - Der stellvertretende dbb Bundesvorsitzende und Vorsitzende der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG), Dieter Ondracek, hat sich dafür ausgesprochen, die Verwaltungskosten der Krankenkassen herunterzufahren.
Bei 250 bis 300 Kassen sei dies ein interessanter Ansatzpunkt, sagte Ondracek am 27. Juni 2006 in einem Interview mit der Thüringer Allgemeinen Zeitung. Die Krankenkosten werden nach wie vor steigen, da die Bevölkerung älter und das Angebot der Medizin breiter und besser wird, konstatierte Ondracek. Daher sei eine Kostensteigerung programmiert. Solange aber etwa 70 Millionen Euro jährlich in der Steuerhinterziehung verschwinden, gibt es keine Rechtfertigung, großartig an der Steuerschraube zu drehen, kritisierte Ondracek die Pläne der Regierungskoalition, die Gesundheitsreform aus Steuermitteln zu finanzieren.
Diese Maßnahme werde der Wirtschaft massiv Kaufkraft entziehen. Auch die Einbeziehung der privatern Kassen in die Finanzierung der Gesundheitsreform lehnte der Steuerexperte ab. Wenn man in die Kapitaldeckung der privaten Kassen eingreife, zerstöre man ein gesundes System: Offenbar hat man die Illusion, man könne ein gesundes System, in dem rund 15 Prozent der Bürger versichert sind, einfach in ein krankes System einbeziehen und am Ende wäre alles gut. Das Ende wären zwei kranke Systeme.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Beamtenbund e.V. Beamtenbund und Tarifunion (dbb)
Dr. Frank Zitka, Pressesprecher
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Telefon: (030) 40815400, Telefax: (030) 40814399
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