Gesundheitsreform / Däke: Fonds wird zum Fass ohne Boden
(Berlin) - Der von der großen Koalition geplante Gesundheitsfonds droht zum Fass ohne Boden zu werden. Steuerzahlerpräsident Dr. Karl Heinz Däke: Die Koalition schafft mit diesem bürokratischen Ungetüm neue Möglichkeiten, immer mehr Geld in das System zu pumpen.
So werden die Beitragssätze zur Krankenversicherung nicht mehr von den Kassen, sondern von der Politik festgelegt. Das verhindert weitgehend den Wettbewerb zwischen den Kassen und senkt den Druck, die Beiträge gering zu halten. Zudem ist davon auszugehen, dass auch der Steuerzuschuss an den Fonds angehoben wird, wenn die vorhandenen Mittel nicht mehr ausreichen. Damit sind weitere Steuererhöhungen vorprogrammiert. Anreize zum Einsparen von Kosten werden mit dem vorliegenden Reformmodell hingegen überhaupt nicht gesetzt.
Der Bund der Steuerzahler fordert die große Koalition auf, auf eine Gesundheitsreform nach dem vorliegenden Modell zur verzichten. Däke: Dieser Mischmasch aus Gesundheitsprämie und Bürgerversicherung nützt niemandem und begrenzt an keiner Stelle die Ausgaben des Systems. Es wäre besser, alles beim alten zu belassen, anstatt mit diesem faulen Kompromiss das gesamte Gesundheitssystem zu belasten.
Insgesamt widerspricht das Vorhaben den ursprünglichen Ankündigungen der großen Koalition: Durch den Fonds kommt es zu mehr Bürokratie, der Wettbewerb nimmt ab und die Belastung von Bürgern und Unternehmen steigt weiter. Die Einigung auf dieses Modell auch noch als politischen Erfolg zu verkaufen, ist eine Dreistigkeit, kritisiert Däke.
Quelle und Kontaktadresse:
Bund der Steuerzahler e.V. (BdSt)
Reiner Holznagel, Leiter, Öffentlichkeitsarbeit
Französische Str. 9-12, 10117 Berlin
Telefon: (030) 2593960, Telefax: (030) 25939625
Weitere Pressemitteilungen dieses Verbands
- 45 Milliarden Euro - Dieser Staatsüberschuss verpflichtet! / Wir fordern: Soli-Aus für alle und Ende der Diskussion um die Schwarze Null
- Unsere neue Musterklage: Soli-Aus ab 2020! / Bund der Steuerzahler reicht Klage wegen zu später Soli-Abschaffung ein
- Ja zu Altmaiers Soli-Plänen / BdSt fordert: Fester Ausstiegstermin muss ins Gesetz/Abbau bis spätestens Ende 2022!
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

