Pressemitteilung | Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
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GEW: „BAföG rauf – Schluss mit dem Sozialabbau!“ / Bildungsgewerkschaft ruft zur Kundgebung am Montag vor CDU-Geschäftsstelle auf

(Frankfurt am Main) - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) unterstützt die Kundgebung „BAföG rauf!“ am 8. Juni, 12 Uhr vor dem Konrad-Adenauer-Haus in Berlin und ruft Studierende, Beschäftigte an Hochschulen sowie alle Unterstützerinnen und Unterstützer eines sozial gerechten Bildungssystems zur Teilnahme auf.

„Die Bundesregierung muss endlich liefern. Statt der überfälligen BAföG-Reform erleben wir seit Monaten Streit, Verzögerungen und Rückzieher. Das BAföG muss wieder seinem Anspruch gerecht werden, ein Studium unabhängig vom Portmonee der Eltern zu ermöglichen“, sagte Andreas Keller, GEW-Vorstandsmitglied für Hochschule und Forschung.

Die GEW kritisiert insbesondere die jüngsten Äußerungen von Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU), die Studierende als „privilegiert“ bezeichnet und Erwerbsarbeit neben dem Studium verharmlost hat. „Wer angesichts steigender Mieten, hoher Lebenshaltungskosten und wachsender sozialer Ungleichheit Studierende als privilegiert darstellt, verkennt die Realität. Zwei Drittel der Studierenden arbeiten bereits neben ihrem Vollzeitstudium. Viele kämpfen jeden Monat darum, ihre Miete zu bezahlen und ihren Lebensunterhalt zu sichern“, betonte Keller.

„Deutschland kann es sich weder sozial noch wirtschaftlich leisten, Bildungschancen vom Einkommen der Eltern abhängig zu machen. Wer Fachkräfte sichern, gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und Aufstieg durch Bildung ermöglichen will, muss das BAföG grundlegend reformieren“, sagte Keller. „Das bedeutet eine deutliche Anhebung der Bedarfssätze, eine regelmäßige, automatische Anpassung an die Preis- und Einkommensentwicklung, höhere und realitätsgerechte Wohnkostenpauschalen und eine Ausweitung des Kreises der Geförderten.“

Info:
Zur Kundgebung „BAföG rauf!“ am Montag, 8. Juni, 12 Uhr, vor dem Konrad-Adenauer-Haus (CDU-Bundesgeschäftsstelle), Klingelhöferstraße 8, 10785 Berlin, ruft die GEW gemeinsam mit dem studentischen Dachverband fzs sowie DGB und ver.di auf: https://www.gew.de/fileadmin/media/sonstige_downloads/hv/Service/Presse/2026/20260605-Aufruf-BAfoeG-Kundgebung.pdf

Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Ulf Roedde, Pressesprecher(in), Reifenberger Str. 21, 60489 Frankfurt am Main, Telefon: 069 78973-0

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