GEW: Bessere Bildungschancen für Kinder aus armen Familien / Gewerkschaft zum Bildungsbericht des Instituts für Menschenrechte
(Frankfurt am Main) Für bessere Bildungschancen für Kinder aus sozial schwachen Familien hat sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) stark gemacht. Gerade diese Kinder brauchen mehr individuelle Förderung, statt in Sonder- und Hauptschulen abgeschoben zu werden, sagte die stellvertretende GEW-Vorsitzende Marianne Demmer mit Blick auf den heute vorgestellten Bildungsbericht des Instituts für Menschenrechte. Sie begrüßte, dass sich das Institut mit den Bildungsproblemen sozial schwacher Familien auseinandersetze. Wir müssen das hochselektive gegliederte Schulsystem überwinden. Es verstärkt die Benachteiligung, die insbesondere Kinder aus sozial schwachen und Migrantenfamilien mitbringen.
Förderung müsse jedoch bereits in Krippen und Kitas beginnen. Fehlende Kita-Plätze und hohe Gebühren schreckten gerade die Eltern ab, deren Kinder von der Unterstützung in den Kindergärten am meisten profitierten. Dies setze allerdings voraus, dass Kitas endlich zu Bildungseinrichtungen weiterentwickelt werden.
Demmer wies darauf hin, dass Ganztagsangebote für alle Kinder und Jugendliche ausgebaut und verbessert werden müssen. Morgens Schule, nachmittags Fernsehen. So landen immer mehr Kinder und Jugendliche im sozialen Abseits, sagte die stellvertretende Vorsitzende.
Sie brauchen Angebote, die ihnen helfen, ihr Potenzial zu entfalten, und sich in die Gesellschaft zu integrieren.
Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Ulf Roedde, Pressesprecher
Reifenberger Str. 21, 60489 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 78973-0, Telefax: (069) 78973-201
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