Pressemitteilung | Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
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GEW fordert acht Prozent für Beschäftigte bei Bund und Kommunen / Auftakt zur Tarifrunde 2008 im öffentlichen Dienst

(Potsdam/Frankfurt am Main) - Mit Blick auf die heute (10. Januar 2008) beginnenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ihre Forderung nach einer linearen Erhöhung der Gehälter um acht Prozent, mindestens jedoch 200 Euro monatlich bekräftigt. Auf diese Forderung hatten sich ver.di, dbb Tarifunion, die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und die GEW kurz vor Weihnachten verständigt. Für den Tarifvertrag ist eine Laufzeit von zwölf Monaten avisiert. Die Ergebnisse sollen zeit- und wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamten übertragen werden. "Die Kolleginnen und Kollegen haben nach jahrelanger Abkopplung von der Einkommensentwicklung in der Wirtschaft einen Anspruch auf einen kräftigen Zuwachs", sagte das für Tarifarbeit verantwortliche GEW-Vorstandsmitglied Ilse Schaad heute in Potsdam. Sie erwartet eine harte Tarifrunde. "Die Arbeitgeber wären gut beraten, mit den Gewerkschaften zu einer schnellen Einigung zu kommen. Angesichts rasant steigender Lebenshaltungskosten hat die Bevölkerung kein Verständnis für eine Blockadehaltung der Arbeitgeber." Sie wies darauf hin, dass der Lohnverfall bei Erzieherinnen und kommunalen Lehrkräften in den vergangenen Jahre dramatische Ausmaße angenommen habe. Immer mehr Erzieherinnen, denen häufig nur Teilzeitstellen angeboten werden, müssten einen Zweitjob annehmen, um ihre Familien ernähren zu können. Kommunale Schulen in Bayern etwa beklagten schon jetzt, dass sie wegen der schlechten Bezahlung keine Lehrkräfte mehr finden. Dies gelte auch für viele Kindertagesstätten insbesondere in Ballungsgebieten mit hohen Mieten.

Info: Heute findet die Potsdam die 1. Verhandlungsrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst in Bund und Kommunen zwischen den Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes und den Arbeitgebern (Verband der kommunalen Arbeitgeber (VKA) und dem Bund) statt.

Die GEW organisiert in diesem Bereich überwiegend Erzieherinnen und Erzieher in Kindertagesstätten der Kommunen sowie Lehrkräfte, die auf kommunaler Ebene (z.B. in Bayern), bei Volkshochschulen in kommunaler Trägerschaft oder an den Bundeswehrschulen beschäftigt sind .

Für die GEW nehmen an den Verhandlungen Ilse Schaad, für Angestellten- und Beamtenpolitik verantwortliches GEW-Vorstandsmitglied, Nobert Hocke, für Jugendhilfe und Sozialarbeit verantwortliches GEW-Vorstandsmitglied, und Peter Jonas, Referent im GEW-Vorstandsbereich Angestellten- und Beamtenpolitik, teil.

Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Ulf Roedde, Pressesprecher Reifenberger Str. 21, 60489 Frankfurt am Main Telefon: (069) 78973-0, Telefax: (069) 78973-201

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