GEW mahnt verstärktes Engagement gegen Antisemitismus und Rassismus im Bildungswesen an / Bildungsgewerkschaft zum 70. Jahrestag der Reichspogromnacht am 9. November
(Frankfurt am Main) - Verstärktes Engagement gegen Antisemitismus und Rassismus im Bildungswesen hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) angemahnt. "Die aktuelle Auseinandersetzung um eine gemeinsame Erklärung aller Bundestagsfraktionen anlässlich des 70. Jahrestages des Novemberpogroms von 1938 ist beschämend. Sie zeigt, dass der Umgang mit dem Holocaust auch zwei Generationen danach immer noch nicht frei von Verdrängung und Instrumentalisierung ist. Um so mehr ist es Aufgabe der Bildungspolitiker und Kultusminister dafür zu sorgen, dass der Holocaust nicht mit stereotypen Erklärungen in Vergessenheit gerät oder unter dem Kapitel vergangener Geschichte abgehakt wird. Das Thema muss immer wieder neu und in pädagogisch adäquater Form behandelt werden - in Unterricht, Jugendarbeit und Erwachsenenbildung: als Teil unserer Geschichte und Teil unserer Verantwortung für die Zukunft. Für diese Aufgabe stehen wir auch als Pädagoginnen und Pädagogen", sagte GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne.
"Lehrpläne und Lernmaterialien müssen professionell und zeitgemäß weiter entwickelt werden. Ich appelliere an die verantwortlichen Politiker, Projekte und Initiativen zu fördern, die für die pädagogische Arbeit und die politische Bildung zum Thema Holocaust beispielgebend sind", erklärte Thöne.
Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Ulf Roedde, Pressesprecher
Reifenberger Str. 21, 60489 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 78973-0, Telefax: (069) 78973-201
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