GEW: Mehr BAföG, mehr Akademiker! / Bildungsgewerkschaft bietet BAföG-Hotline an
(Frankfurt am Main) Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat vorgeschlagen, das BAföG zu reformieren und damit mehr Studierende und Auszubildende finanziell zu unterstützen. Deutschland braucht mehr gut qualifizierte Akademiker, um zukunftsfähig zu bleiben. Die Politik tut jedoch gerade alles, um jungen Menschen die Hörsaaltüren vor der Nase zuzuschlagen: Mittel werden in umstrittene Projekte wie Elite-Hochschulen und die Forschung investiert. Das Geld für die Lehre sollen die Studierenden selbst mitbringen: Immer mehr Hochschulen kassieren Studiengebühren, sagte GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne am Freitag (27. Oktober 2006) in Frankfurt am Main.
Damit insbesondere Kinder aus einkommensschwachen Haushalten, aber zunehmend auch aus Mittelschichtsfamilien nicht aus finanziellen Gründen von der Aufnahme eines Studiums abgeschreckt werden, muss der Staat seine BAföG-Leistungen verbessern. Die Förderhöchstsätze um ein paar Euro anzuheben, reicht nicht, sagte Thöne. Zur Zeit erhielte rund ein Viertel aller Studierenden BAföG. Thöne unterstrich, dass 70 Prozent der BAföG-Empfänger erklären, dass sie ohne diese Unterstützung nicht studieren könnten. Gut zwei Drittel aller Studierenden arbeiteten neben dem Studium, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Für immer mehr junge Menschen wird das Studium zwangsläufig zum Zweitjob, kritisierte Thöne mit Blick auf zusätzliche finanzielle Belastungen wie Studiengebühren und steigende Haushaltskosten.
Bankdarlehen, an denen sich die Kreditinstitute eine goldene Nase verdienen, weisen den falschen Weg, betonte der GEW-Vorsitzende. Der Staat muss sich seiner Ausbildungsverantwortung stellen und jungen Menschen beste Bildung ermöglichen. BAföG ist ein Instrument, mehr Chancengleichheit in einer sozial immer weiter auseinander driftenden Gesellschaft zu verwirklichen. Gut ausgebildete Menschen leisteten mit ihren innovativen Ideen einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Gesellschaft.
Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Ulf Roedde, Pressesprecher
Reifenberger Str. 21, 60489 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 78973-0, Telefax: (069) 78973-201
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