GEW-Mitglieder in Kitas, Schulen und Heimsonderschulen streiken / Bildungsgewerkschaft: Gute Bildung ist nicht zum Discountpreis zu haben!
(Frankfurt am Main) - Am Streik im öffentlichen Dienst in Baden-Württemberg und Niedersachsen beteiligen sich Mitglieder der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Kitas, Schulen und Heimsonderschulen. Alle Welt redet von Bildung, aber die im Bildungsbereich Beschäftigten sollen für weniger Geld länger arbeiten. Das passt nicht zusammen. Die Arbeitgeber in den Kommunen und den Bundesländern müssen endlich kapieren, dass gute öffentliche Dienstleistungen nicht zum Discountpreis zu haben sind, sagte der GEW-Vorsitzende Ulrich Thöne am Dienstag (07. Februar 2006) in Frankfurt.
Die kommunalen Arbeitgeber in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Hamburg wollen die 40-Stunden-Woche wieder einführen. Für Teilzeitbeschäftigte mit festen Stundenverträgen führt die 40-Stunden-Woche zu Lohneinbußen von vier Prozent, unterstrich Thöne. Von den 28 Prozent Teilzeitbeschäftigten im öffentlichen Dienst arbeiten überproportional viele in Kitas, Schulen und Hochschulen.
Die Bundesländer weigern sich, den mit Bund und Kommunen ausgehandelten Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TvöD) zu übernehmen. Die Tarifverträge zu Arbeitszeit und Sonderzahlungen seien bereits gekündigt. Neu eingestellte Angestellte müssen deshalb jetzt schon länger arbeiten ohne Weihnachts- und Urlaubsgeld. Das trifft viele: Der öffentliche Dienst hat von allen Branchen mit über zehn Prozent die meisten befristet Beschäftigten, ein großer Teil von ihnen an Unis und Schulen. Wer einen neuen Vertrag erhalten will, muss sich den vom Arbeitgeber diktierten Bedingungen beugen, so der GEW-Vorsitzende. Gleiches gelte bei Beförderungen.
Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Ulf Roedde, Pressesprecher
Reifenberger Str. 21, 60489 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 78973-0, Telefax: (069) 78973-201
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