GEW ruft Lehrkräfte an Bundeswehrfachschulen zum Streik auf / Bildungsgewerkschaft zur Tarifrunde 2008 im öffentlichen dienst bei Bund und Kommunen
(Frankfurt am Main) - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat alle angestellten Lehrerinnen und Lehrer an den Bundeswehrfachschulen aufgerufen, sich an den Warnstreiks der Zivilbeschäftigten bei der Bundeswehr am 19. Februar zu beteiligen.
Die GEW fordert wie ver.di, die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und die dbb-Tarifunion für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen acht Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro monatlich.
Zudem müsse gerade für diese Beschäftigtengruppe endlich die Überleitung in den Tarifvertrag öffentlicher Dienst (TVöD) auf die Tagesordnung gesetzt werden. Die Lehrkräfte an Bundeswehrfachschulen bekämen seit der Einführung des TVöD vor rund zwei Jahren nur ein vorläufiges Gehalt. Bund und Kommunen wollten sich seinerzeit nicht darauf einlassen, ohne Beteiligung der Bundesländer Regelungen für Lehrkräfte tarifvertraglich zu regeln. Die GEW verlangt, dass Bund und Kommunen die im Herbst 2006 mit den Bundesländern vereinbarten besonderen Regelungen für Lehrkräfte übernehmen.
Info: Soldatinnen und Soldaten, die sich bei der Bundeswehr für eine längere Zeit als den Grundwehrdienstes verpflichten, haben einen Rechtsanspruch auf Förderung ihrer schulischen und beruflichen Bildung. Hierfür werden sie teils vom militärischen Dienst freigestellt, teils erfolgt die Ausbildung nach dem Ende der Dienstzeit. Diesen Bildungsauftrag erfüllen die zehn Bundeswehrfachschulen. Hier können Soldaten allgemeinbildende Abschlüsse wie den Haupt- oder Realschulabschluss sowie die Fachhochschulreife, aber auch Berufsabschlüsse wie Erzieherin oder Bürokaufmann/-frau erwerben. Standorte der Bundeswehrfachschulen sind Berlin, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Kassel, Koblenz, Köln, München, Naumburg und Würzburg.
Seit dem 14. Februar finden in Einrichtungen des Bundes und der Kommunen Warnstreiks statt, um den Druck auf die öffentlichen Arbeitgeber zu erhöhen. Auch in der 3. Verhandlungsrunde am 11./12. Februar in Potsdam hatten diese kein akzeptables Angebot vorgelegt. Bei genauer Betrachtung erweist sich das 5-Prozent-Angebot als Märchen. Tatsächlich beträgt die angebotene Gehaltserhöhung in 2008 2,5 Prozent und in 2009 lediglich 0,4 Prozent. Im Gegenzug wollen die Arbeitgeber eine Aufstockung der wöchentlichen Arbeitzeit auf 40 Stunden durchsetzen. Damit würde die Lohnerhöhung gleich wieder einkassiert.
Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Ulf Roedde, Pressesprecher
Reifenberger Str. 21, 60489 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 78973-0, Telefax: (069) 78973-201
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