Pressemitteilung | Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
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GEW zum Krippengipfel

(Frankfurt am Main/Berlin) - „Wir stehen kurz vor einem Durchbruch für junge Familien in Deutschland. Die heutige (2. April 2007) Einigung, die Zahl der Krippenplätze zu verdreifachen, ist ein erster Schritt hin zu einem familienfreundlicheren Deutschland. Sollte es sich abzeichnen, dass die Länder ihrer Selbstverpflichtung zum Ausbau der Krippenplätze nicht nachkommen, muss der Bund spätestens 2010 mit einem Rechtsanspruch antworten“, kommentierte Ulrich Thöne, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die heutigen (2. April 2007) Ergebnisse des „Krippengipfels“ in Berlin.

Wichtig sei, dass der Bund den Ausbau der frühkindlichen Bildung mitfinanziert. „Deutschland braucht einen neuen Mix in der Familienfinanzierung. Dabei wird man an maßvollen Veränderungen der großen Posten Ehegattensplitting, Kindergeld und Freibeträgen nicht vorbeikommen.

Künftig muss mehr Geld dorthin fließen, wo die größten Engpässe bestehen – und das sind nun einmal Kindergärten und Krippen“, erklärte der GEW-Vorsitzende.

Die Debatte um mehr Krippen werde zu einseitig mit dem Blick auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf geführt, erklärte Thöne: „Wir müssen auch über die Qualität der Einrichtungen sprechen. Deutschland benötigt nicht nur mehr, sondern auch bessere Angebote in den Krippen.“ Für eine Qualitätsoffensive in der frühkindlichen Bildung werden nach Angaben der GEW mindestens sieben Milliarden Euro bis 2013 benötigt. Die Länder müssen zügig eine Arbeitsmarktoffensive starten. „Für einen massiven Ausbau der Krippenplätze benötigen wir bundesweit rund 100.000 zusätzliche Erzieherinnen und 1.000 Dozenten für frühkindliche Bildung an Fachhochschulen und Fachschulen“, sagte Thöne. Notwendig sei zudem eine Verbesserung der Erzieherinnenausbildung, neue Fortbildungsmöglichkeiten sowie kleinere Gruppen in den Krippen und Kindergärten.

Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Ulf Roedde, Pressesprecher Reifenberger Str. 21, 60489 Frankfurt am Main Telefon: (069) 78973-0, Telefax: (069) 78973-201

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