GEW: Zweifel an Integrationsbereitschaft mancher Unionspolitiker / Bildungsgewerkschaft legt Maßnahmenpaket von der Kita bis zum Berufseinsteig vor
(Frankfurt am Main) - Wer von einwanderungswilligen Menschen Integrationsbereitschaft verlangt, muss selbst integrationsbereit sein und vernünftige Integrationsangebote machen. Integration ist keine Einbahnstraße, sagte Marianne Demmer, stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), mit Blick auf den heute (14. Juli 2006) in Berlin stattfindenden Integrationsgipfel. Sie verurteilte aus der CDU/CSU kommende Forderungen nach einem drastischen Strafenkatalog für angeblich integrationsunwillige Einwanderer als populistische Stimmungsmache, um die Lufthoheit an den Stammtischen und wie in Hessen die nächsten Landtagswahlen zu gewinnen. Die große Mehrheit der Deutschen ist bereit, Menschen aus anderen Ländern zu integrieren. Dafür war die Stimmung bei der Fußball-Weltmeisterschaft ein deutliches Signal. Jetzt ist die Politik am Zug nach vielen, vielen Versprechungen endlich Nägel mit Köpfen zu machen. Über die Querschüsse der Ewig-Gestrigen aus Teilen des konservativen Lagers können wir uns dabei getrost hinwegsetzen.
Demmer wies darauf hin, dass die GEW Vorschläge für ein Integrationskonzept im Bildungsbereich vorgelegt habe, dem Ende Mai der Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zugestimmt hat. Das GEW-Papier sei ein Paket mit kurz-, mittel- und langfristige Unterstützungs- und Integrationsmaßnahmen, die vom Kita-Besuch über die Schulzeit bis zum Berufseinstieg reichen.
Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Ulf Roedde, Pressesprecher
Reifenberger Str. 21, 60489 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 78973-0, Telefax: (069) 78973-201
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