Pressemitteilung | (BDEW) Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.

Gigabitstrategie der Bundesregierung: Energiewende braucht entsprechende Glasfaserinfrastruktur

(Berlin) - Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr hat gestern die Eckpunkte für die Gigabitstrategie der Bundesregierung vorgestellt. Hierzu erklärt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung:

"Mit der Vorlage der Eckpunkte für die geplante Gigabitstrategie macht das Bundesministerium für Digitales und Verkehr einen ersten wichtigen Schritt zur Konkretisierung der der im Koalitionsvertrag angekündigten Maßnahmen. Die digitale Transformation ist für die Energie- und Wasserwirtschaft von großer Bedeutung. Nur durch den Einsatz digitaler Technologien kann die steigende Komplexität des zunehmend dezentralen und volatilen Energiesystems infolge der Umsetzung der ambitionierten Klimaziele bewältigt werden. Hierfür benötigt die Branche eine hochleistungsfähige, zuverlässige und flächendeckende Glasfaserinfrastruktur. Die Unternehmen der Energie- und Wasserwirtschaft haben den Glasfaserausbau seit Jahren vorangetrieben und investieren auch weiterhin massiv. Damit sorgen sie für eine Erhöhung der Attraktivität der Regionen für Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen.

Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger, dass die Bundesregierung mit der Gigabitstrategie nun schnellstmöglich einen konkreten Fahrplan mit Maßnahmen vorlegt, die den Glasfaserausbau zügig und zugleich nachhaltig in der Fläche vorantreiben. Damit das gelingt, müssen Genehmigungsverfahren wie bereits lange vom BDEW gefordert bundesweit vereinfacht, standardisiert und digitalisiert werden. Zudem muss dafür gesorgt werden, dass Fördermittel nur dort zum Einsatz kommen, wo die Möglichkeit eines eigenwirtschaftlichen Ausbaus nicht gegeben ist. Um die entsprechenden Gebiete zu ermitteln, können vorgelagerte Potenzialanalysen durchgeführt werden. Wir begrüßen, dass das Bundesministerium beide Themen in der Gigabitstrategie angehen möchte und hierzu die enge Zusammenarbeit mit Ländern, Kommunen und Marktteilnehmern in Aussicht gestellt hat.

Bei dem Einsatz alternativer Verlegemöglichkeiten sehen wir jedoch zwingend Nachsteuerungsbedarf. Alternative Verlegemöglichkeiten können zu der Beschleunigung des Glasfaserausbaus beitragen. Durch Ihren Einsatz darf es aber unter keinen Umständen zu Beeinträchtigungen oder Beschädigungen der bereits bestehenden Versorgungsinfrastruktur kommen. Um dies zu vermeiden, ist es auch in Zukunft umso wichtiger, einen engen Dialog zwischen Telekommunikations- und Energiebranche sicherzustellen und weiter zu verstärken."

Quelle und Kontaktadresse:
(BDEW) Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. Julia Löffelholz, Pressereferentin Reinhardtstr. 32, 10117 Berlin Telefon: (030) 300199-0, Fax: (030) 300199-3900

(sf)

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