Gute Ideen fürs Land belohnt / Ernst-Engelbrecht-Greve-Preis 2009 hat nur GewinnerInnen
(Berlin) - "Jede der knapp 30 Bewerbungen für den Ernst-Engelbrecht-Greve-Preis zeigt, dass junge Menschen nicht nur tolle Ideen für ihre Heimat haben, sondern diese auch mit Körpereinsatz und Köpfchen umsetzen", so Thomas Böse-Bloching, stellvertretender Vorsitzender des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL). Die Jury beeindruckte nicht nur die Fülle und Qualität der eingereichten Bewerbungen, sondern vor allem der Einfallsreichtum bei der Umsetzung der Ideen fürs Land. Am Sonntag (18. Januar 2009) vergaben BDL und R+V-Versicherung den mit 10.000 Euro dotierten Preis zum vierten Mal seit 2003.
"Wir ehren und belohnen damit die Arbeit von Gruppen im ländlichen Raum. Zugleich wollen wir Anreiz geben, selbst Initiative zu ergreifen", so Harald Krummenauer von der R+V-Versicherung vor den tausenden, meist jugendlichen ZuschauerInnen. Der nach dem langjährigen BDL-Vorsitzenden, Bundestagsabgeordneten und ehemaligen schleswig-holsteinischen Landwirtschaftsminister Ernst Engelbrecht-Greve benannte Preis ging auf der BDL-Jugendveranstaltung im Rahmen der Grünen Woche an sechs Verbände aus vier Bundesländern sowie an einen Einzelnen:
Die beiden ersten Preise - jeweils gewürdigt mit 3000 Euro - erhielten der Bund der Landjugend Württemberg-Hohenzollern (unterstützt von der Landjugend Württemberg-Baden sowie des Bundes Badischer Landjugend) für ihre Imagekampagne "Landwirt/in aus Leidenschaft sowie der Bund Badischer Landjugend für seine Integrationsoffensive "Wir sind ALLE Landjugend".
Die Imagekampagne "Landwirt/in aus Leidenschaft" ist authentisch. "Sie ist von jungen Leuten für junge Leute gemacht und vermittelt ein sympathisches und modernes Bild der Landwirtschaft. Nicht zuletzt ist das Projekt ausbaufähig für die anderen grünen Berufe", begründet die Jury. Die Integrationsoffensive des Bundes Badischer Landjugend e.V. überzeugt, weil sie verschiedene Kulturen auf verschiedenen Ebenen verknüpft. Sie zeige, dass kulturelle Öffnung im ländlichen Raum so nötig wie gewollt ist, und betrete mit ihrer Herangehensweise vor Ort Neuland, so die aus VertreterInnen des Bundesjugend- und Bundeslandwirtschaftsministeriums, der R+V-Versicherung und des BDL bestehende Jury.
Auf den zweiten Platz - honoriert mit 2000 Euro - kam die "Initiative für Zethau" der "Grünen Schule grenzenlos" (Sachsen) mit ihrem Projekt "Stemmen gegen Schwerkraft". Sie ist nur auf den ersten Blick ein Projekt von Jugendlichen für ihr Dorf von vielen. "Denn in dem kleinen Erzgebirgsdorf ist es jungen Menschen gelungen, sich selbst mit Aktionen der Dorferneuerung einen neuen Lebensinhalt zu geben - einen, der für sie, das Dorf und die Region Bedeutung hat. Die Würdigung ist zugleich eine Anschubfinanzierung für das nächste Vorhaben", so der stellv. BDL-Bundesvorsitzende Thomas Böse-Bloching.
Die beiden dritten Preise - jeweils 1000 Euro - gibt es für die "Aktion Noteingang Mittweida" von Sächsischer Landjugend und Jugendclub Kriebethal sowie für die Virtuelle Demonstration für den ländlichen Raum der Berlin-Brandenburgischen Landjugend.
Die Aktionsgruppe Noteingang (aneg) habe ein deutliches Zeichen zur rechten Zeit gegeben und dabei die bewusste Auseinandersetzung gesucht, urteilt die Jury. Die jungen Menschen bewiesen vor Ort Zivilcourage. "Dabei haben sie es sich nicht leicht gemacht und Demokratie als Leitlinie für sich selbst und andere vorgelebt. Zur Nachahmung dringend empfohlen", so Harald Krummenauer, Prokurist der R+V-Versicherung. Gleiches gelte auch für die erste virtuelle Demonstration der Landjugend, die von der Jury als innovativ für den ländlichen Raum und äußerst effizient bewertet wurde. Besonders das Auf-die-Menschen-Zugehen, die aktive Auseinandersetzung und Nutzung einfacher Möglichkeiten, um auf die Probleme des ländlichen Raums aufmerksam zu machen, hat die Jury beeindruckt.
Schließlich wurde in diesem Jahr erstmals ein Ehrenpreis vergeben, der ohne finanzielle Würdigung auskommt. Ehrenpreisträger ist Andreas Muhl-Lassen aus Schleswig-Holstein, der die Internet-Community meineLaju.de ins Leben gerufen hat. "Das Internetportal orientiert sich an den Bedürfnissen der Landjugendlichen und ermöglicht ein ständiges Kontakthalten auch über weite Wege und lange Zeit hinweg. Ein zeitgemäßes, zeitaufwendiges und vielversprechendes Projekt", so die Jury.
"Der Ernst-Engelbrecht-Greve-Preis hat nur GewinnerInnen. Auch wenn wir aufgrund der hohen Zahl geeigneter Projekte nur einige wenige hier würdigen können, hat jeder Bewerber, jede Bewerberin Veränderungen bewirkt, Erfahrung, Teamgeist und Innovationen eingebracht", so der stellv. BDL-Vorsitzende Thomas Böse-Bloching. "Es verlieren nur die, die nichts tun", so R+V-Prokurist Harald Krummenauer.
Getreu dem Lebensmotto von Ernst Engelbrecht-Greve "Den Strukturwandel fördern, aber nicht erzwingen" soll der nach ihm benannte Preis zur Verbesserung von Lebens- und Bleibeperspektiven für junge Menschen in den ländlichen Räumen beitragen. Die R+V-Versicherung hat sich entschieden, weiterhin für die finanzielle Substanz des Preises zu sorgen. Der Bewerbungszeitraum für den Ernst-Engelbrecht-Greve-Preis 2011 beginnt also im Frühjahr nächsten Jahres.
Quelle und Kontaktadresse:
Bund der Deutschen Landjugend im Deutschen Bauernverband e.V. (BDL), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Carina Gräschke, Pressereferentin, Presseabteilung
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin
Telefon: (030) 31904-253, Telefax: (030) 31904-206
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