Häusliche Pflege stärken und Demenz-Kranke einbeziehen / Grundsatz ambulant vor stationär endlich umsetzen
(Berlin) - Die anstehende Pflegereform muss endlich den derzeitigen Pflegebegriff, der zur Zeit dem Betreuungs- und Hilfebedarf von Personen mit Demenzerkrankungen nicht gerecht wird, erweitern, fordert die Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) Erika Lenz. Menschen mit demenziellen Erkrankungen müssen endlich Zugang zu einer Pflegestufe bekommen. Gleichzeitig ist das Pflegegeld zu erhöhen, damit Pflegebedürftige eine Versorgung in ihrer gewohnten häuslichen Umgebung sicherstellen können.
Wenn der politische Grundsatz ambulant vor stationär umgesetzt werden soll, müssen Pflegebedürftige und ihre pflegenden Angehörigen einen größeren finanziellen Handlungsspielraum und mehr Entscheidungsfreiheit erhalten.
Deshalb fordert der dlv erneut:
- Das Pflegegeld für häusliche Pflege muss deutlich angehoben werden.
- Pflegepersonen müssen Aufwendungen für Betreuungsleistungen für Pflegebedürftige in stärkerem Maße als bisher steuerlich geltend machen können.
- Die Neudefinition des Pflegebegriffs muss noch in dieser Legislaturperiode erfolgen. Der bisher nicht berücksichtigte Betreuungs- und Hilfebedarf von Personen insbesondere mit demenziellen Erkrankungen muss den Zugang zu einer Pflegestufe eröffnen.
- Arbeitslos gemeldeten Pflegepersonen sind Vermittlung, Arbeitsförderung und Eingliederungsmaßnahmen anzubieten, auch wenn wegen der Pflege Einschränkungen bei der Arbeitszeit erforderlich sind.
- Wird durch Pflege die Erwerbstätigkeit unterbrochen, muss die Pflegeversicherung den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung übernehmen.
Darüber hinaus müssen hauswirtschaftliche Fachkräfte für die Erfüllung der Fachkraftquote in voll stationären Pflegeeinrichtungen angerechnet werden wie Pflegefachkräfte. Weiterhin müssen hauswirtschaftliche Fachkräfte vom Gesetzgeber gleichwertig mit Pflegefachkräften in der Versorgung pflegebedürftiger Menschen als Fachkräfte mit Zugang auch zu Führungspositionen eingestuft werden.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher LandFrauenverband e.V. (dlv), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Pressestelle
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin
Telefon: (030) 284492910, Telefax: (030) 284492919
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