Pressemitteilung | Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) - Hauptgeschäftsstelle
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Hamburg stimmt gegen Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele

(Frankfurt am Main) - Die wahlberechtigten Bürger*innen in Hamburg haben gewählt und mit 54,9 Prozent gegen eine Bewerbung Hamburgs um Olympische und Paralympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 gestimmt. Bei einer Wahlbeteiligung von 49,5 Prozent – 652.603 der 1.315.800 Abstimmungsberechtigten nutzten ihr Wahlrecht – gab es 293.819 Ja-Stimmen, eine Mehrheit wurde damit verfehlt. Die hohe Wahlbeteiligung zeugt dennoch von einem breiten demokratischen Verständnis der Wähler*innen in Hamburg.

Aufgrund des negativen Ergebnisses kann die Freie und Hansestadt Hamburg ihr Konzept nun nicht mehr bis zum 4. Juni beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) einreichen. Damit hat Hamburg die zweite Stufe des gemeinsam mit allen Bewerbern abgestimmten Drei-Stufen-Modells nicht erfolgreich abgeschlossen und gilt für den DOSB fortan nicht mehr als Bewerber.

Der weitere Prozess der Olympiabewerbung wird bis zur außerordentlichen Mitgliederversammlung am 26. September mit den Bewerbern Berlin, KölnRheinRuhr und München fortgesetzt. Unabhängig davon wird der DOSB weiterhin mit Hamburg zusammenarbeiten, um zu prüfen, wie Teile des Konzeptes auch unabhängig von einer Olympiabewerbung im Sinne des Sports realisiert werden können.

Zu dem vorläufigen amtlichen Endergebnis aus Hamburg nimmt der DOSB wie folgt Stellung:

DOSB-Präsident Thomas Weikert: „Im Namen von Sportdeutschland bedanke ich mich bei der Stadt Hamburg, ihrem 1. Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher, Innensenator Andy Grote sowie dem Hamburger Sportbund und seiner Präsidentin Katharina von Kodolitsch für den engagierten Wahlkampf. Dennoch ist es offensichtlich nicht gelungen, die Mehrheit der Hamburgerinnen und Hamburger vom Mehrwert Olympischer und Paralympischer Spiele in ihrer Stadt zu überzeugen. Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass die Menschen bundesweit mehrheitlich für Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland sind. Nicht nur Zwei-Drittel-Mehrheiten bei den Referenden in München, Nordrhein-Westfalen und Kiel, sondern auch die konstant hohen Umfragewerte von 70 und mehr Prozent unterstreichen dies.“

DOSB-Vorstandsvorsitzender Otto Fricke: „Mein Dank gilt allen Beteiligten für ihren großen Einsatz für den Sport in den vergangenen Monaten. Der deutsche Sport hätte sich ein anderes Ergebnis in Hamburg gewünscht, denn es spiegelt leider nicht das Zustimmungspotenzial von 60 Prozent wider, das es laut Umfragen auch in Hamburg gibt. Der DOSB hat immer betont, dass er aus den vergangenen Bewerbungen gelernt hat. Das Ergebnis von Hamburg ist – so groß die Traurigkeit über das Nein der Hansestadt auch ist – ein Beweis dafür, dass es der richtige Weg war, den Bewerbern erst die Möglichkeit zu Referenden und anderen Beteiligungsformaten zu geben, bevor eine demokratische Entscheidung über den deutschen Bewerber getroffen wird.“

IOC-Mitglied und DOSB-Präsidiumsmitglied Michael Mronz: „Der aktuelle Bewerbungsprozess zeigt, dass der vom DOSB gewählte Weg richtig ist: Zuerst nehmen wir die Bürgerinnen und Bürger in den potenziellen Gastgeberregionen mit, dann entscheidet der deutsche Sport über die Bewerbung. Das differenzierte Stimmungsbild zwischen Hamburg und den anderen Regionen belegt zugleich den hohen Wert der Zustimmung dort. Neunzehn zu eins in den Referenden für Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland sind ein tolles Ergebnis und eine gute Ausgangslage für den Endspurt bis zum 26. September. So wird die Bewerbung zu einer nationalen Aufgabe mit dem Ziel, die Spiele wieder nach Deutschland zu holen und ihren positiven Impact im ganzen Land spürbar zu machen. Die bisherigen Signale aus der Bevölkerung bestärken uns darin – sie zeigen, dass die Mehrheit in unserem Land diese Chance unterstützt.“

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) - Hauptgeschäftsstelle, Otto-Fleck-Schneise 12, 60528 Frankfurt am Main, Telefon: 069 67000

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