Pressemitteilung | (vnw) Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.
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Hamburgs Klimaschutzziele: Soziale Vermieter sind auf gutem Weg

(Hamburg) - Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher und Umweltsenatorin Katharina Fegebank haben am Dienstag den Zwischenbericht zum Umsetzungsstand des Hamburger Klimaplans vorgestellt.

Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

„Manchmal ist es gut, wenn nicht viel über einen gesprochen wird. Sehr gut ist es, wenn eigene Anstrengungen von politischer Seite gewürdigt werden. Nach den Worten von Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher sind die Vermieter und die Stadt im Bereich der Wohngebäude auf gutem Weg, das Klimaplan-Zwischenziel 2030 zu erreichen. Angesichts der aufgeheizten Debatte in den vergangenen Monaten ist das besonders erwähnenswert.

Für Hamburgs soziale Vermieter gehört der Klimaschutz zur eigenen DNA. Wer, wie VNW-Unternehmen seine Wohnungen über viele Jahrzehnte zu bezahlbaren Preisen vermieten will, der muss bei jeder Investitionsentscheidung auch an die Lebensbedingungen der Zukunft denken. Schließlich sollen die Wohnungen noch in 50 oder 70 Jahren den Menschen ein sicheres Zuhause geben.

Soziale Vermieter sind in Vorleistung gegangen

VNW-Unternehmen haben in den vergangenen drei Jahrzehnten mehrere Milliarden Euro in die energetische Sanierung ihrer Wohngebäude und in die Installation moderner Heizungsanlagen investiert. Wenn soziale Vermieter neu bauen, dann achten sie auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Dabei – und das ist das Entscheidende – haben sie stets die Bezahlbarkeit ihrer Wohnungen im Blick.

Soziale Vermieter sind in den vergangenen Jahrzehnten also in Vorleistung gegangen. Aktuell rücken vermehrt die energetische Sanierung und die Modernisierung von Bestandsgebäuden in den Vordergrund der Investitionen unserer Verbandsmitglieder. Die Unternehmen tun das planvoll und entsprechend ihrer finanziellen Möglichkeiten.

Dekarbonisierung first!

Was gegenwärtig immer deutlicher wird – und das hat der Hamburger Senat erkannt: Wir werden unsere ambitionierten Klimaziele – egal jetzt ob 2040, 2045 oder 2050 – nur erreichen, wenn Fernwärme, Heizung und Strom dekarbonisiert werden. Allein auf Wärmedämmung von Gebäuden und Energieeinsparung zu setzen, reicht nicht aus.

Insofern ist es richtig, alle Investitionsmittel – die öffentlichen wie die privaten – auf jene Maßnahmen zu konzentrieren, die die größte Reduktion von klimaschädlichen Emissionen bewirken. Die beste Wärmepumpe nutzt dem Klima wenig, wenn sie mit aus fossilen Energieträgern erzeugtem Strom ‚angetrieben‘ wird. Dasselbe gilt für den Ausbau der Fernwärme. Ohne Dekarbonisierung nutzt diese wenig.

Hamburgs Strommix (noch) fossil

Hamburg ist wie alle anderen Stadtstaaten sehr vom Strommix anderer Bundesländer und dem bundesweiten Strommix abhängig. Hier muss die Stadt hoffen. Was die eigenen Stromproduktion angeht, so stammen gegenwärtig zwei Drittel aus fossilen Energieträgern - Kohle und Erdgas jeweils die Hälfte. Hier gilt es anzusetzen und die Dekarbonisierung voranzutreiben.

Die sozialen Vermieter fühlen sich in ihrer Sicht bestätigt, dass es zur Erreichung der Klimaschutzziele in erster Linie auf die Dekarbonisierung der Energieversorgung ankommt. Der Ansatz, vornehmlich durch immer höhere Anforderungen an die Energieeffizienz von Wohngebäuden die Ziele erreichen zu wollen, ist gescheitert. Das hat auch die Politik erkannt.

Auch beim Klimaschutz gilt es, auf Maßnahmen zu setzen, die am meisten zur Reduzierung klimaschädlicher Emissionen führen.“

Quelle und Kontaktadresse:
(vnw) Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V., Oliver Schirg, Pressesprecher(in), Tangstedter Landstr. 83, 22415 Hamburg, Telefon: 040 520110

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