Handlungsempfehlungen für Post- und Versandstellen
(Offenbach) - Steigende Brief- und Paketentgelte erhöhen den Kostendruck auf Unternehmen und die öffentliche Hand. Nach Einschätzung des DVPT e.V. werden Portokosten dabei vielerorts als unvermeidlich hingenommen oder zu wenig überprüft. Etwa 40 % der Kosten beim Versand von Dokumenten sind reine Portokosten. In großen Druckzentren sind es bis zu 64 %.
„In der Praxis sehen wir immer wieder, dass dieses Thema im Tagesgeschäft untergeht. Denn es gibt viele Möglichkeiten, die Versandkosten erheblich zu reduzieren. Zu nennen sind die Auswahl der richtigen Versandprodukte, die passenden Dienstleister und die Optimierung der gesamten Dokumentenproduktion. Auch digitale Kommunikation sowie das Outsourcing von Produktion und Versand können dazu beitragen. Aus unserer Erfahrung lassen sich in der Regel 15 bis 30 % der Porto- und Versandkosten sparen“, sagt Klaus Gettwart, Vorstand des DVPT e.V.
Häufige Kostentreiber in der Praxis
Aus den Praxiserfahrungen des DVPT lassen sich wiederkehrende Muster erkennen: gewachsene Prozesse, Unkenntnis der Möglichkeiten zum Portosparen, unklare Versandregeln, fehlende Standardisierung, mangelhafte Produktzuordnung, Medienbrüche sowie fehlende Auswertungen über Mengen, Formate und Sendungsarten.
„Immer wieder ist man auch den allgemeinen Kostensteigerungen ausgeliefert. Als Treiber für die Portokosten wirken die seit 2025 gestiegenen Porti, und 2027 steht die nächste gesetzlich festgelegte Neufestsetzung der Portokosten an, mit der eine weitere Kostensteigerung von erwarteten 5–8 % einsetzt. Es besteht also wirklich Handlungsbedarf“, so Gettwart weiter.
Podiumsdiskussion auf dem DVPT-Kongress 2026
Auf dem DVPT-Kongress am 23. April 2026 im Congressforum Frankenthal wird das neue Postgesetz zudem in einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion vertieft: Vertreterinnen und Vertreter der Bundesnetzagentur, des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, von Verbänden sowie aus der Wirtschaft ordnen die aktuellen Entwicklungen ein und diskutieren konkrete Auswirkungen auf Anwenderunternehmen und die öffentliche Hand. Im Fokus stehen dabei praxistaugliche Umsetzungsansätze, Markt- und Regulierungsfragen sowie die nächsten Schritte für Versand- und Kommunikationsprozesse.
DVPT-Portochecks: neutral prüfen, konkrete Maßnahmen ableiten
Genau hier setzt der Verband mit einem besonderen Service an: Der DVPT bietet seinen Mitgliedern exklusiv die Möglichkeit kostenfreier Porto-Checks. Dabei werden Versandkosten und Dienstleistungsverträge neutral analysiert, Einspar- und Optimierungspotenziale identifiziert und konkrete Handlungsempfehlungen für Post- und Versandstellen ausgesprochen.
Informationen und Weiterbildung zu aktuellen Entwicklungen
In der DVPT-Akademie widmen wir diesem Thema eine ganze Seminarreihe. Einzelseminare zur Ausschreibung von Postdienstleistungen, zum Portosparen, zur Optimierung der Versandlogistik oder zwei komplette Ausbildungsprogramme bringen Entscheider in Poststellen, Druckzentren oder Fachabteilungen auf den neuesten Stand.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation e. V. (DVPT), Ludwigstr. 65, 63067 Offenbach am Main, Telefon: 069 8297220
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

