Handwerk: An der Ausbildung wird zuletzt gespart
(Stuttgart) - "Handwerker wissen, dass es eine Zeit nach der Krise gibt", sagte Claus Munkwitz, bildungspolitischer Sprecher der baden-württembergischen Handwerkskammern, anlässlich des heuten Ausbildungsgipfels im Wirtschaftsministerium. Nach einer Sonderumfrage des Baden-Württembergischen Handwerkstages (BWHT) plant derzeit jeder zehnte Betrieb, zusätzliche Lehrlinge einzustellen. Nur acht Prozent gehen davon, dass sie ihre Ausbildungsleistung zurückfahren müssen.
"Wenn der Aufschwung kommt, will das Handwerk, nicht vor einem leer gefegten Arbeitsmarkt stehen und Hände ringend nach Fachkräften suchen", meinte Munkwitz. Die Bereitschaft auszubilden, sei deshalb im Wesentlichen unverändert groß, auch wenn die Krise inzwischen auch in Teilen des Handwerks an-gekommen sei. Dies ergab eine Sonderumfrage, die der Handwerkstag im Rahmen seiner vierteljährlichen Konjunkturumfrage unter rund 1.000 Betrieben im Land durchgeführt hat. Zwei Drittel der Betriebe wollen gleich viel ausbilden wie bisher. Allerdings halten 16 Prozent der befragten Betriebe den jetzigen Zeitpunkt für verfrüht, um eine Aussage treffen zu können. Sie wollen erst noch die weitere konjunkturelle Entwicklung beobachten.
Besonders optimistisch zeigte sich das Gesundheitshandwerk (Optiker, Zahntechniker, Hörgeräteakustiker). Hier wollen 18 Prozent der Betriebe im kommenden Ausbildungsjahr mehr junge Leute ausbilden als sie es derzeit tun. Auch im Nahrungsmittelhandwerk (15,8 Prozent) und im Kfz-Bereich, wo jeder achte Betrieb Lehrstellen schaffen will, wird es demnach verstärkt Ausbildungsmöglichkeiten geben. Im Handwerk für den gewerblichen Bedarf (z.B. Feinwerkmechaniker Elektromaschinenbauer, Metallbauer), das besonders von der Wirtschaftskrise betroffen ist, geben nur drei Prozent der Betriebe an, im kommenden Ausbildungsjahr eher weniger Lehrlinge einstellen zu können.
"An der Ausbildung wird im Handwerk zuletzt gespart, auch wenn´s eng wird", betonte Munkwitz. Insgesamt sehe er im Moment keine wirklich alarmierenden Zeichen. Aber wenn die Krise weiter andauere, müsse man darauf gefasst sein, dass dies auf die Ausbildungsfähigkeit der Betriebe durchschlage: "Gerade deshalb wollen wir jetzt alle Hebel in Bewegung setzen, um allen ausbildungsfähigen jungen Menschen ein Angebot zu unterbreiten."
Quelle und Kontaktadresse:
Baden-Württembergischer Handwerkstag (BWHT)
Eva Hauser, Referentin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Heilbronner Str. 43, 70191 Stuttgart
Telefon: (0711) 26 37 09-0, Telefax: (0711) 263709-100
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

