Pressemitteilung | Baden-Württembergischer Handwerkstag e.V.
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Handwerk: Deutliches Plus bei den neuen Auszubildenden

(Stuttgart) - Der positive Trend bei den Ausbildungszahlen im baden-württembergischen Handwerk hat sich bestätigt: Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle meldet 22.520 neu abgeschlossene Lehrverträge für das laufende Ausbildungsjahr. Das sind gut 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Dieses Ergebnis sei mehr als erfreulich, sagte der Präsident des Baden-Württembergischen Handwerkstages (BWHT). Denn noch im Sommer habe die Zahl der neuen Ausbildungsverträge unter den Vorjahreswerten gelegen, Ende November bei einem leichten Plus von einem Prozent: „Und jetzt liegen die Ausbildungszahlen so hoch wie zuletzt im Jahre 2001.“ Das Handwerk konnte damit seine hohe Ausbildungsquote von acht Prozent der Beschäftigten halten. Die Trendwende erklärt Möhrle zum einen mit dem sich stabilisierenden Konjunkturaufschwung. Zum anderen engagierten sich Haupt- und Ehrenamt in den Handwerksorganisationen unermüdlich darum, mehr Betriebe und neue Lehrstellen zu gewinnen. Dies sei umso beachtlicher, als eine dauerhafte Belebung des Arbeits- und damit des Ausbildungsmarktes insgesamt noch nicht erkennbar sei.

Allerdings liefen viele der Bemühungen, darauf wies Möhrle hin, leider ins Leere. Das Handwerk könne noch so viele Ausbildungsplätze bereitstellen, wenn aber gleichzeitig das duale System für qualifizierte Bewerber immer weniger attraktiv erscheine, dann schöne dies nur die Statistik, helfe jedoch keinem Jugendlichen weiter. Jeder zehnte Betrieb im baden-württembergischen Handwerk gebe an, Lehrstellen nicht besetzen zu können. Derzeit warteten rund 8.000 offene Ausbildungsplätze auf geeignete Bewerber. Möhrle: „Wie sollen wir Handwerksunternehmer davon überzeugen, Schulabgänger ohne ausreichende Kenntnisse in Lesen, Rechnen und Schreiben einzustellen?“ Handwerksbetriebe investierten schon heute viel für die Integration lernschwacher junger Menschen, sie könnten aber nicht auffangen, was Elternhäuser versäumten und Schule nicht mehr leiste. Gerade das Handwerk sei wie kaum ein anderer Berufszweig von qualifizierten und motivierten Mitarbeitern abhängig. Seit vielen Jahren fordere der Handwerkstag eine bessere Ausbildungsreife bei den Schulabgängern ein, aber die Situation habe sich nicht verbessert. Im Gegenteil: „Der flächendeckende Ausbau der Ganztagesschulen, verbunden mit einem stimmigen pädagogischen Unterrichtskonzept, ist längst überfällig.

Quelle und Kontaktadresse:
Baden-Württembergischer Handwerkstag (BWHT) Eva Hauser, Referentin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Heilbronner Str. 43, 70191 Stuttgart Telefon: (0711) 26 37 09-0, Telefax: (0711) 263709-100

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