Pressemitteilung | Baden-Württembergischer Handwerkstag e.V.
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Handwerk: Mehr neue Lehrlinge als im Vorjahr

(Stuttgart) - Während die Zahl der neuen Ausbildungsverträge im baden-württembergischen Handwerk im Sommer noch unter den Vorjahreswerten lag, meldete der Baden-Württembergischen Handwerkstag (BWHT) zum Ende des Jahres ein Plus. Nach wie vor, darauf wies Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle hin, warten allerdings noch nahezu 8.000 offene Lehrstellen auf geeignete Bewerber.

„Erfahrungsgemäß wird eine Vielzahl der Ausbildungsverhältnisse im Handwerk erst im Spätherbst abgeschlossen“, sagte Möhrle. Dies habe sich erneut bestätigt. Bis Ende November waren in den Handwerksrollen der acht Handwerkskammern 1,1 Prozent mehr neue Lehrverträge verzeichnet als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Insgesamt sind damit 21.254 neue Lehrverträge eingegangen. Die Dynamik zum Jahresende hin erklärt Möhrle zum einen mit den großen Bemühungen der Handwerkskammern in Rahmen der Nachvermittlungsaktion, aber auch der andauernde Konjunkturaufschwung habe mit Sicherheit den einen oder anderen Betrieb noch zur Bereitstellung einer neuen oder zusätzlichen Lehrstelle veranlasst. Vor dem Hintergrund eines anhaltenden Beschäftigtenabbaus sei die Ausbildungsleistung des Handwerks umso beachtlicher.

Der Landeshandwerkspräsident erneuerte in diesem Zusammenhang seine Forderung nach einem raschen Ausbau der Ganztagesschulen. Er appellierte an die Landesregierung, endlich auch für stimmige pädagogische Konzepte zu sorgen: „Betreuungsangebote allein lösen das Problem der oft mangelhaften Ausbildungsreife der Bewerber nicht.“ Jugendbegleiter seien zwar eine begrüßenswerte Ergänzung, aber kein Ersatz für professionelle Fachkräfte. So lange die Hauptschule viele Jugendliche in die Arbeitslosigkeit oder in einer Warteschleife führe, verliere diese Schulart immer weiter an Attraktivität. Gleichzeitig falle es den Handwerksorganisationen immer schwerer, die Betriebe bei der Stange zu halten: „Wer die duale Ausbildung mit benachteiligten Jugendlichen überfrachtet, braucht sich nicht zu wundern, wenn sich die Betriebe ausklinken und ihre Lehrstellen lieber nicht mehr besetzen, als die Rolle des Reparaturbetriebs übernehmen zu müssen.“

Quelle und Kontaktadresse:
Baden-Württembergischer Handwerkstag (BWHT) Eva Hauser, Referentin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Heilbronner Str. 43, 70191 Stuttgart Telefon: (0711) 26 37 09-0, Telefax: (0711) 263709-100

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