Pressemitteilung | Baden-Württembergischer Handwerkstag e.V.
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Handwerkstag fordert pädagogisches Konzept für Ganztagesschulen

(Stuttgart) - Der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) hat heute (14.2.) die Rahmenvereinbarung für Jugendbegleiter unterschrieben. Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle forderte in diesem Zusammenhang ein fundiertes pädagogisches Konzept für Ganztagesschulen.

Das Handwerk, das am stärksten von allen Wirtschaftsbereichen unter einer mangelnden Ausbildungsreife vieler Jugendlicher zu leiden habe, betonte Möhrle, habe bereits 2002 in seinem viel diskutierten Positionspapier „Konsequenzen aus PISA“ den Übergang zur Ganztagesschule gefordert. Möhrle: „Sie ermöglicht eine andere Form des Lernens, steigert die Effizienz des Lernprozesses, gibt mehr Raum für die individuelle Förderung und gewährleistet mehr als bisher die Ausbildungsfähigkeit.“ Sie könne aber nur auf der Basis eines fundierten pädagogischen Konzepts erfolgreich arbeiten, das man möglichst rasch gemeinsam konkretisieren müsse.

Halbtagsschulen mit einem ergänzenden Betreuungsangebot am Nachmittag würden den Ansprüchen nicht gerecht, betonte Möhrle in einem Schreiben an Ministerpräsident Günther Oettinger. Natürlich brauche man weiterhin Schulen mit Halbzeitunterricht, um für Eltern und Schüler Wahlfreiheit zu gewährleisten. Aber Ganztagesschulen müssten flächendeckend für alle Schularten angeboten werden und ihr gesamtes Tagesangebot müsse für ihre Schüler verpflichtend sein. Nur so und mit verlässlichen Gruppengrößen könne ein pädagogisches Konzept auch tatsächlich umgesetzt werden. Weiter schlug Möhrle eine angemessene Entschädigung für die ehrenamtliche Tätigkeit der Jugendbegleiter vor.

Der Landeshandwerkspräsident kündigte an, die Handwerksorganisationen würden sich trotz aller Probleme, die sie auf Grund der kleinbetrieblichen Struktur ihrer Mitgliedsunternehmen zu lösen hätten, am Projekt des Jugendbegleiters aktiv beteiligen. Möhrle: „Ganztagesschulangebote sind ein wichtiger Schritt hin zu dem gemeinsamen Ziel, die Quote der nur bedingt oder gar nicht ausbildungsreifen Jugendlichen an der Schwelle vom Schulsystem zum Ausbildungssystem nachhaltig zu reduzieren.“ Die Ganztagesschule könne besser auf die Arbeitswelt vorbereiten und den Jugendlichen auch ihre Möglichkeiten im Handwerk deutlich machen.

Quelle und Kontaktadresse:
Baden-Württembergischer Handwerkstag (BWHT) Eva Hauser, Referentin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Heilbronner Str. 43, 70191 Stuttgart Telefon: (0711) 26 37 09-0, Telefax: (0711) 263709-100

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