Hart aber fair unangemessen, unwürdig, bedauerlich / ARD hat eine Chance im Jahr des interkulturellen Dialogs verpasst
(Berlin) - Gestern Abend (9. Januar 2008) diskutierten Roland Koch (CDU, Ministerpräsident des Landes Hessen), Brigitte Zypries (SPD, Bundesjustizministerin), Özcan Mutlu (bildungspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus Berlin), Rolf Kaßauer (Kriminaloberkommissar und Landesvorsitzender Bund deutscher Kriminalbeamter in Berlin) und Hans Scholten (Leiter des Jugendhilfezentrums Raphaelshaus in Dormagen) in der ARD-Sendung Hart aber fair über das Thema Jung, brutal und nicht von hier Was ist dran am Streit um Ausländergewalt?. Diese Sendung hätte ein wichtiger Beitrag der ARD für das gerade erst wenige Tage alte Europäische Jahr des interkulturellen Dialogs sein können. Diese Chance wurde verpasst.
In seiner Stellungnahme Interkulturelle Bildung eine Chance für unsere Gesellschaft zeigt der Deutsche Kulturrat den Handlungsbedarf von Bund, Länder und Gemeinden in der interkulturellen Bildung und damit dem interkulturellen Dialog auf. Auf die besondere Verantwortung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, Kultur und Bildung zu vermitteln und damit zu einem Verständnis kultureller Werte beizutragen, wird verwiesen. Interkulturelle Bildung fördert das Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Integration. Integration, Bildungschancen und Anerkennung sind die Schlüssel zur Verhinderung von Jugendgewalt.
Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: Dass die soziale und kulturelle Dimension von Jugendgewalt in der Hart aber fair-Sendung fast vollkommen ausgeblendet wurde, ist für eine Sendung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk unangemessen. Die dem Privatfernsehen abgeschauten Reality Show-Elemente bei der sich zwei junge Männer durch eine U-Bahn rüpeln, war dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk unwürdig. Dass die ARD sich bei einem so wichtigen Thema für eine Wahlkampfshow nicht zu schade war, ist sehr bedauerlich.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Kulturrat
Olaf Zimmermann, Geschäftsführer
Chausseestr. 103, 10115 Berlin
Telefon: (030) 24728014, Telefax: (030) 24721245
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