Hausarztsystem umfassend einführen
(Berlin) - Zur Ankündigung der großen Gesetzlichen Krankenkassen, Hausarztmodelle einzuführen und im Gegenzug auf die Praxisgebühr zu verzichten, erklärte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer am 19. April in Berlin:
"Wir begrüßen, dass die Krankenkassen die Ansätze für Strukturreformen nutzen wollen, um die Praxisgebühr überflüssig zu machen. Die Einführung von Hausarztmodellen ist ein wichtiges Signal für die Versicherten. Die Qualität der Versorgung kann verbessert und die Beitragsmittel können dadurch effizienter eingesetzt werden. Die Aussicht, dass die Praxisgebühr damit abgeschafft werden kann, zeigt, dass Hausarztmodelle die Kosten deutlich senken können, ohne die Patientinnen und Patienten einseitig zu belasten.
Der Vorstoß der Krankenkassen macht deutlich, dass Strukturreformen durch nichts zu ersetzen sind. So lösen Praxisgebühren beim Erstbesuch nicht die Probleme der vielen Überweisungen oder Doppeluntersuchungen. Ein flächendeckendes Hausarztsystem hingegen kann überflüssige Arztbesuche vermeiden und die Qualität der notwendigen Behandlungen verbessern.
Die Gesundheitsreform bietet den Kassen die Möglichkeit, die hausärztliche Versorgung auf freiwilliger Basis einzuführen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass davon umfassend Gebrauch gemacht wird. Denn es ist wichtig, dass alle Versicherten in den Genuss dieses Systems kommen können. Damit die Qualität der hausärztlichen Versorgung verbessert wird, sind aber auch Verbesserungen in der Aus- und Fortbildung der Hausärzte nötig."
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)
Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin
Telefon: 030/24060-0, Telefax: 030/24060324
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