Pressemitteilung | Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
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"Hausaufgaben gehören nicht auf den Küchentisch" / Bildungsgewerkschaft zur Studie der Uni Dresden

(Frankfurt am Main) - "Hausaufgaben gehören in die Schule und nicht auf den Küchentisch", kommentierte Marianne Demmer, stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die Studie der Universität Dresden zu Sinn und Unsinn der traditionellen Hausaufgabenpraxis. Nach Aussage der GEW-Vize decken sich die empirisch ermittelten Ergebnisse der Studie, nach denen Hausaufgaben sich weder positiv noch negativ auf die Schülerleistungen auswirken, weitgehend mit den Erfahrungen der Lehrerinnen und Lehrer.

Für Demmer ergibt sich daraus die Forderung, Übungsphasen, auswendig lernen und selbstständiges Lernen als Teil des Unterrichts anzusehen und nicht den Eltern aufzuhalsen: "Dazu brauchen wir jedoch mehr Zeit in Ganztagsschulen und genügend qualifiziertes Personal, das anleiten und Hilfestellung geben kann. Die politisch Verantwortlichen erkennen leider viel zu langsam, dass in der jungen Elterngeneration Mama und Papa nicht mehr als preiswerte Hilfslehrer der Nation zur Verfügung stehen." Die GEW-Vize vertrat zudem die Ansicht, dass die Chancenungleichheit in der Schule durch die gängige Hausaufgabenpraxis noch verstärkt werde.

Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Ulf Roedde, Pressesprecher Reifenberger Str. 21, 60489 Frankfurt am Main Telefon: (069) 78973-0, Telefax: (069) 78973-201

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