Heesen: Beihilfesysteme der Beamten bleibt kostengünstiger als gesetzliche Krankenversicherung / PKV nicht gefährden
(Berlin) - Der dbb Bundesvorsitzende Peter Heesen hat Pläne der Bundesregierung, die private Krankenversicherung (PKV) und damit die Beihilfe der Beamten in die Gesundheitsreform einzubeziehen, kritisiert. Wir gewinnen nichts, wenn wir ein gesundes System wie die private Krankenversicherung gefährden. Die Privatversicherungen sind die Einzigen, die eine Vorsorge für die Zukunft treffen, die Rückstellungen machen, sagte Heesen am 26. Juni 2006 in einem Interview mit der Saarbrücker Zeitung.
Das Beihilfesystem sei bei den rund 1,6 Millionen privat versicherten aktiven Beamten für den Staat kostengünstiger als die normale Krankenversicherung. Berechnungen der Fachhochschule Hildesheim, nach denen der Staat ohne Beihilfe nur auf 90 Prozent der bisherigen Kosten käme, relativierte Heesen, da sich die Studie nur auf die künftige Entwicklung bei den bereits pensionierten Beamten beziehe. In der Gesamtbetrachtung bleibe das Beihilfesystem klar im Vorteil. Würde der Staat den Hildesheimer Berechnungen dennoch folgen und Beamte in die gesetzliche Krankenversicherung überleiten, wäre das eine fundamentale Umstellung des bisherigen Systems: Der Staat würde sich vom Grundsatz der Alimentation der Beamten ein Stück weit verabschieden. Man könnte das rechtlich machen. Die Frage ist nur, ob es Sinn macht und günstiger ist. Ich sage nein, erklärte Heesen und verwies darauf, dass die privaten Kassen jährlich rund neun Milliarden Euro in das System transferierten, die es sonst nicht gäbe.
Statt eines Systemwechsels sprach sich der dbb Chef dafür aus, bestimmte Leistungen wie zum Beispiel die beitragsfreie Mitversicherung von Kindern in der gesetzlichen Krankenversicherung künftig über Steuern zu finanzieren und analog gleiche Regelungen für Beamte zu schaffen, indem die Kinderbeiträge der privaten Kassen ebenfalls steuerfinanziert würden.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Beamtenbund e.V. Beamtenbund und Tarifunion (dbb)
Dr. Frank Zitka, Pressesprecher
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Telefon: (030) 40815400, Telefax: (030) 40814399
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