Heesen zu Rente ab 67: Überkompensation bei Beamten verhindern
(Berlin) - Eine Übertragung des Rentenrechts auf die Versorgung der Beamten darf nach Auffassung von dbb Chef Peter Heesen nur wirkungsgleich und systemkonform erfolgen. Wir haben uns mit dem damaligen Bundesinnenminister Schily darauf geeinigt, all das, was im Rentenrecht geschieht, wirkungsgleich auf die Versorgung zu übertragen - mit der Maßgabe, dass es systemkonform geschieht und keine Überkompensation gibt, sagte der Bundesvorsitzende des dbb beamtenbund und tarifunion der Stuttgarter Zeitung (Ausgabe vom 3. Februar 2006). Komme die Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre haben wir nicht die Absicht, an dieser Stelle auf die Barrikaden zu gehen, sagte Heesen.
In der Rheinischen Post (3. Februar 2006) warnte Heesen nochmals eindringlich davor, die Beamten insgesamt schlechter zu stellen. Man kann nicht auf der einen Seite sagen: Alles, was die Rentner betrifft, gilt auch für die Pensionäre, aber die treffen wir noch ein paar Mal.
Der dbb sehe zugleich mit Sorge, dass bisher keine Rolle gespielt hat, was flankierend notwendig wäre: Zum einen erreichen viele Beschäftigte die 65 Jahre nicht. Darüber scheint sich die Bundesregierung nicht so viele Gedanken gemacht zu haben. Zum anderen sagen viele Betriebe insbesondere in der Wirtschaft: Wer bei uns über 50 Jahre ist, gehört zum alten Eisen. Davon müssen wir weg, so Heesen weiter in der Stuttgarter Zeitung.
Auch im Beamtenbereich müsse zunächst darüber nachgedacht werden, welche Möglichkeiten es gibt, das tatsächliche Pensionsalter anzuheben. Ein Thema ist die Arbeitsbelastung, sagte Heesen. Da müssen wir über einen Aufgabenabbau und Erleichterungen im Berufsalltag reden. Nachholbedarf in der öffentlichen Verwaltung sehe er auch im Bereich der Fortbildung. Immer habe irgendein dienstliches Anliegen Vorrang. Das hält die Menschen von der Regeneration und von kreativen Phasen ab, die sie fit machen würden für neue Herausforderungen.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Beamtenbund e.V. Beamtenbund und Tarifunion (dbb)
Dr. Frank Zitka, Pressesprecher
Friedrichstr. 169-170, 10117 Berlin
Telefon: (030) 40815400, Telefax: (030) 40814399
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