Heftige Kritik der Lehrer an Identitäts-Nummer für Schüler / Warnung vor Big-Brother-Schule / Es liegen genügend Daten vor; trotzdem versagt die Personalplanung der Kultusminister.
(Bonn) - Die Absicht der Kultusministerkonferenz (KMK), allen Schülern eine bundesweit lesbare Identitäts-Nummer mit Daten über deren soziale Herkunft und Bildungserfolg zu geben, ist beim Deutschen Lehrerverband (DL) auf heftigen Widerspruch gestoßen. Verbandspräsident Josef Kraus nahm dazu wie folgt Stellung: Das ist der Einstieg in die Orwellsche Big-Brother-Schule. Dem Missbrauch eines solchen Bildungsregisters, auch dem ideologisch motivierten Missbrauch, ist damit Tür und Tor geöffnet. Zudem sind die Vorstellungen vom praktischen Nutzen solcher Daten höchst illusionär. Dass die Kultusminister trotz verlässlichster vorliegender Zahlen nicht in der Lage sind, Sicherheit in die Planung des Bildungsangebots und der Personalversorgung hineinzubringen, zeigt das Ärgernis um die defizitäre Lehrerversorgung. Hier hätte man alle entscheidenden Bedingungen des Personalbedarfs wissen können, aber man hat sie nicht richtig gedeutet und nicht in entsprechendes politisches Handeln umgesetzt.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Lehrerverband (DL)
Waltraud Fuchs, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Burbacher Str. 8, 53129 Bonn
Telefon: (0228) 211212, Telefax: (0228) 211224
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