Pressemitteilung | Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU)

Hessen im Bildungsmonitor 2006 / VhU erwartet weiteren Abbau von Schwächen in der Ausbildungsleistung von Schulen und Hochschulen

(Frankfurt) - Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) hat die Landesregierung aufgefordert, ihre Anstrengungen zur Reform des Hochschulwesens und der allgemein bildenden Schulen zu verstärken und zu beschleunigen. „Bildungspolitik ist auch Wirtschaftspolitik. Wir brauchen daher vor allem in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern exzellente Ausbildungsleistungen an den hessischen Hochschulen und Schulen“, bewertete Jörg E. Feuchthofen, Geschäftsführer für Bildungs- und Gesellschaftspolitik der VhU, die Ergebnisse des 3. ländervergleichenden Bildungsmonitors 2006, die heute (23. August 2006) in Berlin von der von der VhU mitgetragenen „Initiative Neue Soziale Markwirtschaft (INSM)“ vorgestellt wurden. In der vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) regelmäßig durchgeführten Studie belegt Hessen mit einer nur geringfügigen Verbesserung der eigenen Leistungen gegenüber dem Vorjahr den 13. Platz von 16 Bundesländern. 2005 war es noch der 8. Platz. „Wir müssen wieder an Tempo zulegen, denn die anderen Bundesländer verbessern sich schneller“, so Feuchthofen.

Trotz der schwachen hessischen Ergebnisse in der Schulbildung (vorletzter Platz vor Bremen) und Hochschulbildung (letzter Platz) ist die VhU überzeugt, dass der von der Landesregierung eingeschlagene Weg zu mehr Qualität richtig sei. „Die größere Autonomie der Hochschulen und die künftige Einführung von Studienbeiträgen werden zu mehr Wettbewerb und zu mehr Qualität führen. Die Daten des Bildungsmonitors stammen aus 2004; heute sähe das Ergebnis bereits viel positiver aus“, zeigte sich Feuchthofen optimistisch. Denn hier habe sich z. B. die Lehrer-Schüler-Relation in Hessen schon deutlich gegenüber 2004 verbessert. Die Studie belege erfreulich, dass Hessen, insbesondere der Großraum Rhein-Main, als Beschäftigungs-Standort für Forscher überdurchschnittlich Forscher anziehe. Dem müsse allerdings eine vergleichbare Ausbildungsleistung entsprechen.

Auch bei den weiterführenden Schulen gebe es noch Handlungsbedarf. Die VhU sehe sich in ihrem Leitbild zur „Selbstständigen Schule 2015“ bestätigt. Geboten sei eine frühzeitige individuelle Förderung der Kinder sowie die selbstständige Schule mit klaren Bildungsstandards und -zielen, regelmäßigem Monitoring und eine starke Schulleitung. Auch hier sei die Landesregierung auf dem richtigen Weg. „Das jährliche Bildungsmonitoring von INSM/IW ist überaus hilfreich, um daran klare, operationale Ziele und eine schnelle Umsetzung zu knüpfen“, stellte Feuchthofen die Bedeutung des Bildungsmonitorings heraus.

Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU) Heike Krasemann, Referentin, Pressestelle Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main Telefon: (069) 95808-0, Telefax: (069) 95808-126

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