Pressemitteilung | (HESSENMETALL) Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen e.V.
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HESSEN METALL zu der Anti-Zeitarbeitskampagne der IG Metall / Fasbender: "Zeitarbeit ist unverzichtbare Ergänzung der Stammbelegschaften und eine Riesen-Chance für Arbeitslose."

(Frankfurt am Main) - "Wir müssen Zeitarbeit als ein neues Segment des Arbeitsmarktes und als unverzichtbare Ergänzung der Stammbelegschaften begreifen. Sie hilft diesen beim Er­halt ihrer Strukturen in Zeiten von unklaren konjunkturellen Perspektiven und Schwankun­gen. Der letzte Aufschwung wäre ohne Zeitarbeit nicht zu leisten gewesen. Und sie braucht dafür eigene Strukturen und Regeln. Diese hat die Zeitarbeitsbranche durch die vorhande­nen Tarifverträge geschaffen und wie kaum eine andere Branche auch fast flächendeckend umgesetzt. Wer hier - wie die IG.Metall gestern (6. Februar 2008) - das Rad zurückdrehen, der Zeitarbeit zusätzliche Fesseln anlegen und Vorschriften machen möchte, habe die Lehren des Strukturwandels nicht begriffen und treibe direkt wieder Arbeitsplätze ins Ausland. Deshalb fordern wir die IG Metall auf, das erfolgreich nachgefragte flexible Instrument der Zeitarbeit nicht durch irreführende Kampagnen zu beschädigen“, sagte Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes HESSEN METALL, anlässlich der gestern (6. Februar 2008) vorgestellten Pläne der IG Metall.

Die Metall- und Elektro-Industrie brauche – gerade auch im Mittelstand - das Maximum an Flexibilität, um den internationalen Wettbewerb zu bestehen. Zeitarbeit bringe Arbeitnehmer in Jobs und helfe Arbeitgebern, flexibel auf Nachfrageschwankungen zu reagieren. Ange­sichts der Unsicherheiten der Marktentwicklung sähen sich immer mehr Unternehmen ge­zwungen, neben der Stammbelegschaft Zusatzkapazitäten durch Zeitarbeitskräfte abzu­decken. In der Metall- und Elektro-Industrie seien 2007 rd. 120.000 neue Arbeitsplätze in den Stammbelegschaften entstanden. Daneben seien auch Zehntausende neue Jobs bei Zeit­arbeitsfirmen geschaffen worden, worüber sich alle freuen müssten, weil 20 Prozent und mehr von ihnen letztlich in die Stammbelegschaften übernommen würden.

Die Zahl der Arbeitslosen in der M+E-Industrie ist seit März 2005 von 520.000 auf 220.000 zurückgegangen. Dazu hat auch die Zeitarbeit maßgeblich beigetragen. Nach wie vor gebe es rd. 100.000 bei den Arbeitsagenturen gemeldete offene Stellen bei M+E-Unternehmen. Es werde also noch genügend Stamm­belegschaft gesucht. Zwei Drittel der Zeitarbeitnehmer würden direkt aus der Arbeitslosigkeit und zunehmend mehr aus der Langzeitarbeitslosigkeit rekrutiert. Deshalb sei Zeitarbeit für arbeitslose Menschen vielfach der Königsweg zurück in den Arbeitsmarkt.

Quelle und Kontaktadresse:
HESSEN METALL Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen e.V. Dr. Ulrich Kirsch, Leitung, Presse/Kommunikation Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main Telefon: (069) 95808-0, Telefax: (069) 95808-126

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