Pressemitteilung | (HESSENMETALL) Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen e.V.
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HESSENMETALL Frühjahrsumfrage 2026 / Mang: Stimmung weiter überwiegend schlecht / Beschäftigungssituation dramatisch / Der Reformdruck steigt

(Frankfurt am Main) - Die Stimmung in der hessischen Metall- und Elektro-Industrie hat sich im Frühjahr 2026 erneut nicht verbessert. Dies geht aus der diesjährigen Frühjahrsumfrage von HESSENMETALL hervor, an der sich 115 Mitgliedsunternehmen mit rund 27.000 Beschäftigten beteiligt haben. Inzwischen beurteilen 36 Prozent der Unternehmen die Lage als „schlecht“, während nur 28 Prozent der Unternehmen die Lage als „gut“ einschätzen. Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate sind nicht von Optimismus geprägt. 70 Prozent der Unternehmen erwarten keine Veränderung der Lage und rund 9 Prozent erwarten sogar eine weitere Verschlechterung. Lediglich 21 Prozent rechnen mit einer Verbesserung.

HESSENMETALL-Vorstandsvorsitzender Wolf Matthias Mang erklärte, dass vor allem die Auftragslage weiterhin äußerst kritisch sei. „Inzwischen bezeichnen ganze 46 Prozent der Unternehmen ihre Auftragsbestände als zu niedrig. Für weitere 38 Prozent sind sie gerade mal ausreichend. Ein Hoffnungsschimmer ist, dass immerhin ein Drittel in den kommenden sechs Monaten steigende Auftragsbestände erwartet. Rund 53 Prozent und damit über die Hälfte erwarten jedoch keine Änderung der aktuellen Auftragssituation. Man spürt den unbedingten Willen der Unternehmen, zumindest ein wenig aus dem Tief herauskommen, aber das Feuer der Hoffnung brennt noch mit kleiner Flamme.“

Wolf Mang fügte hinzu, dass die Beschäftigungssituation in vielen Unternehmen weiterhin dramatisch sei. „Ein Drittel der Unternehmen hat angegeben, dass sie die Stammbelegschaft seit Herbst des vergangenen Jahres verkleinern mussten. Ebenfalls ein Drittel erwartet sinkende Beschäftigung in den kommenden sechs Monaten. Das sind katastrophale Aussichten für die hessische M+E-Industrie, die seit 2018 bereits über 30.000 Beschäftigte verloren hat.

„In dieser wirtschaftlichen Lage hat die Bundesregierung eine Entlastungsprämie angekündigt, bezahlen sollen diese aber die Arbeitgeber. Diese private Finanzierung eines politischen Versprechens ist absurd. Damit wird ein politisches Entlastungsversprechen faktisch an die Wirtschaft weitergereicht und für diese zur zusätzlichen Belastung.“

Mang sagte weiter, dass der Iran-Krieg die Hoffnung auf eine echte wirtschaftliche Erholung im Keim erstickt habe. „Die Sperrung der Straße von Hormus treibt die Energie- und Transportkosten. Wenn der Konflikt länger andauert oder sich in der Region noch weiter ausbreitet, beispielsweise auf den wichtigen Handelsweg durch den Suez-Kanal, bekommen wir zusätzlich noch ein Lieferketten- und Exportwegeproblem. Die geopolitischen Dauerkrisen bringen das deutsche Wirtschaftsmodell immer stärker an seine Grenzen. Das erhöht den Reformdruck für die Bundesregierung. Wir brauchen endlich echte Reformen anstatt immer neuer Flickschusterei an bestehenden Löchern in Haushalten und Sozialversicherung. Die Arbeitnehmer und Arbeitgeber leiden unten den vier Plagen Bürokratie, Sozialabgaben, Steuern und Energiepreisen gleichermaßen. Da muss die Politik endlich ran.“

Quelle und Kontaktadresse:
(HESSENMETALL) Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen e.V., Patrick Schulze, Geschäftsführer(in) Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main, Telefon: 069 95808-0

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