Hexel: Belegschafts-Kapital statt phantasieloser Managementkonzepte
(Berlin) - Als phantasie- und ideenlos hat DGB-Vorstandsmitglied Dietmar Hexel Managementkonzepte in der Krise bezeichnet, die vor allem auf Restrukturierung und Personalabbau setzen oder Kredite von Entlassungen abhängig machen. "Trotz der Ausweitung von Kurzarbeit droht in vielen Firmen ein drastischer Abbau von Arbeitsplätzen. Bei Kapitalbedarf sollten in der Krise auch intelligente Konzepte für Belegschafts-Kapital eingesetzt werden", sagte Hexel am Freitag (29. Mai 2009) in Frankfurt.
Hexel: "Vielen Managern und externen Beratern fällt in der aktuellen Krise nur das Codewort Restruktuierung ein. Es steht für Arbeitsplatzabbau und Entlassungen. Das ist phantasielos und mittelfristig wirkungslos, sowohl für das Unternehmen als auch die Wirtschaftsregion. Es geht darum, die Wertschöpfungsketten und das Know-how der Belegschaften zu erhalten. Unternehmen gedeihen nur, wenn KundInnen und ArbeitnehmerInnen ihnen trauen können.
Wer Personal abbaut, gefährdet das Vertrauen und das Ansehen des Unternehmens. Wenn Eigenkapital oder Liquidität fehlt, sind zunächst einmal die Eigentümer gefragt, dann erst der Staat. Belegschaften können zusätzlich aktiv eintreten, ohne dass sie auf etwas verzichten müssen. Hier gilt: besitzen statt opfern. Manager sollten mit Gewerkschaften und Betriebsräten über intelligente Strategien diskutieren und vereinbaren, wie Ansprüche der ArbeitnehmerInnen als gesichertes Belegschafts-Kapital in Eigenkapital umgemünzt werden kann. Die Bundesregierung sollte durch steuerrechtliche Erleichterungen eine solche Umwandlung von Arbeitnehmerforderung in Eigenkapital attraktiv machen."
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesvorstand
Axel Brower-Rabinowitsch, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin
Telefon: (030) 24060-0, Telefax: (030) 24060-324
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