Pressemitteilung | Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) - Bundesvorstand
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Hexel: Brüderle ist nicht up to date und Aufsichtsräte nicht zu groß

(Berlin) - Als einen "kalten Angriff auf die Mitbestimmung" hat DGB-Vorstandsmitglied Dietmar Hexel die Forderungen von Wirtschaftsminister Rainer Brüderle bezeichnet, Aufsichtsräte zu verkleinern. "Herr Brüderle sollte die Fakten kennen: 70 Prozent der mitbestimmten Aufsichtsräte haben nur einen 12er-Aufsichtsrat. Da gibt es nichts zu verkleinern. Außerdem ist die Größe eines Aufsichtsrates kein Wert für sich", sagte Hexel am Mittwoch (4. November 2009) in Berlin.

Praxis und wissenschaftliche Erkenntnisse zeigten klar, dass Effektivität und Effizienz nicht von der Größe abhingen, sondern von der Art und Weise, wie ein Gremium organisiert und geführt werde. "Für die Bewältigung der Metakrise, die wir derzeit erleben, brauchen wir gerade in großen internationalen Konzernen unterschiedliche Sichtweisen, ein Mehr an verantwortlicher Beteiligung, mehr ausländische Vertreter und auch mehr Frauen. Kleinere Aufsichtsräte sind kontraproduktiv - besonders in der Krise."

Viele Unternehmen vergrößern ihre Aufsichtsräte freiwillig über die gesetzliche Mindestgröße hinaus. Dies waren im Jahr 2004 zirka 25 Prozent der Aktiengesellschaften im Geltungsbereich des Mitbestimmungsgesetzes, darunter 55 Prozent der öffentlichen Unternehmen und 22 Prozent der privaten Gesellschaften.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesvorstand Sigrid Wolff, Leiterin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin Telefon: (030) 24060-0, Telefax: (030) 24060-324

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