Hexel: Vergütungsexzessen in großen Unternehmen entgegentreten!
(Berlin) - Den Vergütungsexzessen der Vorstände in großen Unternehmen müsse entschieden entgegen getreten werden, sagte Dietmar Hexel, Mitglied des DGB-Bundesvorstandes und der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex zur aktuellen Debatte um angemessene Vorstandsvergütung am Montag (3. Dezember 2007) in Berlin. Der DGB erarbeitet derzeit einen entsprechenden Kodex.
Die Höhe der Vorstandsvergütung in den großen Unternehmen widerspricht dem Grundsatz der Leistungsgerechtigkeit sowie dem Grundsatz der sozialen Verteilungsgerechtigkeit in hohem Maße, betonte Dietmar Hexel und verwies auf eine aktuelle repräsentative Meinungsumfrage von TNS-Infratest Politikforschung im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Danach halten lediglich 14 Prozent der wahlberechtigten Deutschen Gehälter von über zwei Millionen Euro für angemessen.
Wenn beim Sprung von einer zur nächst höheren Hierarchiestufe eines Unternehmens Gehälter bis zum doppelten Betrag gezahlt werden, wird das von den Menschen vielleicht gerade noch akzeptiert, sagte das DGB-Vorstandsmitglied. Doch wenn bei sieben Hierarchiestufen im Unternehmen Gehälter über zwei Millionen Euro herauskommen, sei das als unanständig zu bezeichnen.
Gerade die Aufsichtsratsmitglieder seien aufgefordert, den überzogenen Vergütungen in den großen Unternehmen energisch entgegen zu steuern. Daher erarbeitet der DGB einen Kodex für angemessene Vorstandsvergütung mit praktischen Handlungsempfehlungen für die Umsetzung im mitbestimmten Aufsichtsrat, der voraussichtlich im Frühjahr 2008 der Öffentlichkeit vorgestellt wird.
Der Kodex soll auch Grundlage der Diskussion der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex im Juni 2008 sein, die Dietmar Hexel bei dem Vorsitzenden der Kommission, Dr. Gerhard Cromme, angeregt hat.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesvorstand
Axel Brower-Rabinowitsch, Leiter, Presse- / Öffentlichkeitsarbeit, Finanzen
Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin
Telefon: (030) 24060-0, Telefax: (030) 24060-324
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