Hochgesteckte Wachstumsziele eröffnen Lieferchancen / Forum zu Cluserpolitik Kasachstans
(Hamburg) - Auf dem jetzt vom Ost- und Mitteleuropa Verein e.V. ( OMV), von der Botschaft Kasachstans in Deutschland, der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) und dem Ost-Ausschuss gemeinsam im Industrieclub Düsseldorf durchgeführten Forum zur Clusterpolitik Kasachstans rief der OMV-Vorsitzende Claus Zoellner zur Mitwirkung an diesem umfassenden Diversifizierungs- und Entwicklungsprogramm auf. Unternehmen, in denen Pioniergeist herrsche, die robust aufgestellt seien, Ausdauer hätten, kulturell sensibel und sprachlich versiert seien sowie die geeigneten Technologien beherrschten, sollten sich dieses große Projekt genau anschauen. Voraussetzung sei ein funktionierenden Bankenwesen, ein ausreichender Investitionsschutz, verbunden mit einer entsprechenden Förderung, staatlich geförderte Anstrengungen in Aus- und Weiterbildung, Transparenz der administrativen Abläufe und Entscheidungen in der Vergabepolitik aber auch in der Zoll- und Steuerpolitik. Je umfassender diese Voraussetzungen umgesetzt seien, desto mehr entspräche dies den Bedürfnissen westlicher Investoren.
Die Cluster-Politik sei unvermeidlich mit einem hohen Verbrauch an Umwelt verbunden. Deutsche Unternehmen aus dem Bereich Umwelttechnologie böten sich hier als Partner und Lieferanten an. Neben Rechtssicherheit erwarte der deutsche Investor vor allem auch ein Maß an Corporate Governance, das den Wertmaßstäben unserer Gesellschaft entspräche, so Zoellner.
Der Sprecher der Geschäftsführung der DEG, Dr. Winfried Polte, der auch Mitglied des OMV-Vorstandes ist, wies auf den interessanten Markt Kasachstan hin. Im letzten Jahr habe die deutsche Wirtschaft Erdöl, Metalle, chemische Bohrerzeugnisse und weitere Produkte in Höhe von 2,5 Mrd. Euro importiert, exportiert wurden Maschinen, Elektroerzeugnisse, Eisenwaren und Fahrzeuge in Höhe von 1 Mrd. Euro. Die Nachfrage nach deutschen Produkten sei weiterhin stark ansteigend. Zur Clusterpolitik sagte Polte, dass einige Wirtschaftsbereiche wie z.B. Maschinenbau, Metallverarbeitung und Logistik sehr gut für die Zusammenarbeit geeignet seien. Sein Haus arbeite seit 1998 mit Kasachstan zusammen. Deutsche Unternehmen seien finanziert und beraten worden. Auch Polte setzte sich für stabile Rahmenbedingungen, wie z.B. ein angemessenes Rechtssystem und die Transparenz bei den Partnern ein. Dieses seien zentrale Voraussetzungen für den Erfolg wirtschaftlicher Aktivitäten.
Dr. Karl-Ernst Brauner, Ministerialdirektor im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Berlin, wies auf ein bereits bestehendes Fortbildungsprogramm für kasachische Manager hin. Ziel sei es, in den Jahre 2004 bis 2007 insgesamt 100 kasachische Manager in Drei-Monats-Lehrgängen in deutschen Unternehmen fortzubilden und damit die Wirtschaftskontakte zu fördern. Bislang hätten 41 Manager ein entsprechendes Praktikum absolviert. Als Anreiz für Reformen unterstützten Deutschland und weitere EU-Staaten die Übernahme des Vorsitzes der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa OSZE ab 2009 durch Kasachstan. Die Bundesregierung unterstütze auch die Bemühungen Kasachstans, der World Trade Organization (WTO), beizutreten. Kasachstan könne darüber hinaus einen Beitrag zur Diversifizierung bei der Energieversorgung Deutschlands leisten. Durch die neue Pipeline Baku-Tiflis-Ceyhan werde künftig auch Öl aus Kasachstan nach Westeuropa fließen.
Der Chef der 30-köpfigen teilnehmenden kasachischen Delegation, Anwar Saidenow, Vorsitzender der Kasachischen Nationalbank, sowie der kasachische Botschafter in Deutschland, S.E. Kayrat Sarybay, stellten den über 100 teilnehmenden Unternehmensvertretern aus Deutschland das Programm zur Cluster-Entwicklung vor. Danach soll den Bereichen Metallverarbeitung, Maschinenbau für die Öl- und Gasindustrie, die Petrochemie, Baumaterialien und Bauwirtschaft, der Textilindustrie, der Nahrungsmittelindustrie, Transport und Logist, Informationstechnologien und dem Tourismus Vorrang bei der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes eingeräumt werden.
Quelle und Kontaktadresse:
Ost- und Mitteleuropa Verein e.V.
Dr. Ulrich Dietsch, geschäftf. Vorstandsmitglied
Ferdinandstraße 36
2009 Hamburg
Tel.: 040/33 89 45, Fax: 040/32 35 78
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