Pressemitteilung | Hochschulrektorenkonferenz (HRK)
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Hochschulen wollen Kleine Fächer konsequent stärken / HRK schlägt Förderinitiative und Clearingstelle vor

(Bonn) - Im "Jahr der Geisteswissenschaften" hat der Senat der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) sich am 13. Februar in Berlin mit der Situation der so genannten "Kleinen Fächer" befasst. Diese - in ihrer Mehrzahl geisteswissenschaftlichen - Disziplinen seien für die deutsche Hochschullandschaft mit prägend und unverzichtbar. Im Zuge von Sparmaßnahmen und Profilbildungsprozessen seien die Kleinen Fächer jedoch zunehmend gefährdet. Das bestätigen auch Analyse und Empfehlungen einer HRK-Projektgruppe, die der Senat als einen wichtigen Beitrag zur weiteren Entwicklung zur Kenntnis nahm.

Im HRK-Senat herrschte Einigkeit, dass sich die Kleinen Fächer durch ein hohes internationales Renommee auszeichnen und zuweilen weltweit Spitzenstellungen einnehmen. Die HRK plädiert für eine gezielte auf die Kleinen Fächer ausgerichtete, staatlich finanzierte Förderinitiative.
Außerdem soll eine institutionell unabhängige Clearingstelle eingerichtet werden. Sie soll den Hochschulen und allen weiteren Verantwortlichen eine Strukturplanung ermöglichen. Ziel ist, die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit der Kleinen Fächer und ihre Positionierung im internationalen Kontext zu stärken. Unter anderem soll sie eine Übersicht über die Standorte der Kleinen Fächer erstellen.

HRK-Präsidentin Professor Dr. Margret Wintermantel kündigte am Tag nach der Senatsversammlung vor der Presse in Berlin an, die Hochschulrektorenkonferenz werde für die Förderinitiative ein Konzept entwickeln. "Wir dürfen nicht zulassen, dass die traditionsreichen und wissenschaftlich hoch angesehenen Kleinen Fächer aus der Wissenschaftslandkarte Deutschlands verschwinden", sagte sie. "Es liegt in der Verantwortung der Fachwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, der Hochschulen und Hochschulleitungen, der zuständigen Länderministerien und der Kultusministerkonferenz, der Wissenschaftsorganisationen und des Bundes, dass dieses Kapital erhalten bleibt".

Quelle und Kontaktadresse:
Hochschulrektorenkonferenz (HRK) Susanne Schilden, Pressereferentin Ahrstr. 39, 53175 Bonn Telefon: (0228) 8870, Telefax: (0228) 887110

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