Pressemitteilung | IG Metall - Industriegewerkschaft Metall Vorstand

Hofmann: "Beschäftigte brauchen schnell weitere spürbare Hilfen und Stopp der Preistreiberei." / 8100 Beschäftigtenvertreter*innen rufen mit der IG Metall die Bundesregierung zum Handeln auf

(Frankfurt am Main) - In einem dringenden Appell fordern Betriebsräte die Bundesregierung zu weiteren Entlastungen bei den Energiepreisen auf. Innerhalb von vier Tagen haben 8100 Betriebsräte und betriebliche Interessenvertreter*innen eine Unterschriften-Aktion der IG Metall unterstützt. Sie vertreten 2,4 Millionen Beschäftigte in über 3600 Betrieben.

Die Belegschaftsvertreter*innen kritisieren, dass vor allem Beschäftigte mit unteren und mittleren Einkommen unter den steigenden Energiekosten leiden. Sie fordern spürbare Nachbesserungen an den bisherigen Energie-Entlastungspaketen.

Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall: "Die Bundesregierung muss nachbessern und alles tun, damit die Verbraucherpreisentwicklung eingedämmt wird. Die Beschäftigten brauchen schnell weitere spürbare Hilfen bei den Energiekosten - die bisherigen Maßnahmen gleichen die aktuellen Belastungen nicht aus. Der Preisdruck entsteht auch durch spekulativ aufgeblähte Energiepreise. Wir fordern deshalb einen Stopp der Spekulationen und Preistreiberei bei Energie, Rohstoffen und Lebensmitteln."

Konkret fordern die Betriebsräte gemeinsam mit der IG Metall die befristete Senkung der Steuern auf Strom und Gas sowie einen Gaspreisdeckel bis zu einem Verbrauch von 8.000 Kilowattstunden. Darüber hinaus solle die Bundesregierung ein sozial gerechtes Mobilitätsgeld einführen und mit einem höheren Grundfreibetrag von 12.800 Euro vor allem Haushalte mit geringen und mittleren Einkommen unterstützen.

Den IG Metall-Aufruf unterstützen neben Betriebsräten auch gewählte Mitglieder von Jugendauszubildenden- und Schwerbehindertenvertretungen sowie gewerkschaftliche Vertrauensleute.

Quelle und Kontaktadresse:
(IG Metall) Industriegewerkschaft Metall Vorstand Walther Schneeweiß, Pressesprecher Wilhelm-Leuschner-Str. 79, 60329 Frankfurt am Main Telefon: 069 6693-0, Fax: 069 6693-2843

(ss)

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