Hohe Effizienz öffentlicher Abwasserunternehmen / Erfahrungsaustausch der Großstädte in Freiburg im Breisgau
(Hennef) - Am 14. und 15. Mai 2007 treffen sich die für die Abwasserentsorgung verantwortlichen Experten der Großstädte mit mehr als 200 000 Einwohnern auf Einladung des Eigenbetriebes der Stadtentwässerung Freiburg zum Erfahrungsaustausch. Dieser wird bereits zum 43. Mal von der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) veranstaltet. Neben den Vertretern der bundesdeutschen Großstädte werden auch Verantwortliche aus Großstädten der europäischen Nachbarländer teilnehmen. Gemeinsames Ziel der Experten ist es, ein Optimum an Gewässerschutz kostengünstig zu erzielen. Ein Schwerpunkt der Tagung betrifft die kritische Auseinandersetzung mit der Frage nach einer Privatisierung von Dienstleistungen.
Öffentlich-rechtliche Unternehmen überwiegen in Deutschlands Abwasserentsorgung
Bei der Abwasserentsorgung in Deutschland handelt es sich um eine hoheitliche Aufgabe, die von Städten und Gemeinden in kommunaler Trägerschaft wahrgenommen wird. "Die aktuellen Ergebnisse einer Umfrage von DWA und BGW (Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft) zeigen, dass als Aufgabenträger nach wie vor öffentlich-rechtliche Unternehmensformen dominieren", so Johannes Lohaus, Geschäftsführer der DWA.
Bezogen auf die erfassten Einwohner (49 Millionen Einwohner) ist der kommunale Eigenbetrieb mit einem Anteil von 36 Prozent vertreten, gefolgt vom Zweckverband als Aufgabenträger mehrerer Kommunen mit 28 Prozent und der Anstalt des öffentlichen Rechts mit 17 Prozent. Regiebetriebe, die vollständig in die Organisationsstruktur der Kommune integriert sind, machen
15 Prozent aus.
Die auf die Anzahl der Betriebe (882) bezogene Auswertung zeigt ein etwas anderes Bild. Danach stellen Regiebetriebe mit einem Anteil von 32 Prozent immer noch eine häufig anzutreffende Organisationsform dar.
Hoher Anteil privatwirtschaftlicher Dienstleistungen
Die Privatwirtschaft ist dennoch in hohem Maße in die Abwasserentsorgung eingebunden. Gemessen an den Gesamtausgaben im Abwassersektor werden rund 70 Prozent der Leistungen im Bereich von Planung, Bau und Betrieb der Anlagen von privatwirtschaftlichen Unternehmen im Auftrag der öffentlichen Aufgabenträger erbracht. Dies geht aus dem "Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft 2005" hervor.
Abwasserbetriebe arbeiten effizient
Jürgen Bolder, der Leiter der Eigenbetriebes der Stadtentwässerung Freiburg, erwartet einen fruchtbaren Erfahrungsaustausch, um die Betriebsführung auch künftig kostengünstig und effizient zu gestalten. Die im März 2007 veröffentlichten Wirtschaftsdaten der Abwasserentsorgung belegen, dass im bundesweiten Mittel eine Gebührensteigerung von 1,4 Prozent verzeichnet werden kann, die jedoch deutlich unterhalb der vom Statistischen Bundesamt ermittelten Inflationsrate von zwei Prozent liegt. Die allgemeine Teuerung wurde demnach von den Abwasserentsorgern aufgefangen.
Quelle und Kontaktadresse:
DWA Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.
Dr. Frank Bringewski, Pressereferent
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
Telefon: () 8720, Telefax: () 872135
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen


