Hohe Wasserpreise sind unsozial / BDE fordert Wettbewerb und ein Aufbrechen kommunaler Monopolstrukturen in der Wasserwirtschaft
(Berlin) - Eine aktuelle Studie der NUS Consulting Group kommt zu dem Ergebnis, dass in Deutschland im weltweiten Vergleich die Preise für Wasser am höchsten sind.
Den BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft wundert das nicht. Er sieht die Ursache dafür in kommunalen Monopolstrukturen und fehlendem Wettbewerb im Bereich der deutschen Wasserwirtschaft.
Dr. Rainer Cosson, Kommissarischer Hauptgeschäftsführer des BDE, übt heftige Kritik an dieser Situation: Überall dort, wo kein transparenter Wettbewerb stattfindet, explodieren die Preise. Die Zustände in der heimischen Wasserwirtschaft sind Beleg für die Richtigkeit und Aktualität dieses Lehrsatzes.
Anstatt Wasserver- und Abwasserentsorgungsdienstleistungen im freien Wettbewerb auszuschreiben und zu vergeben, verteidigen viele Kommunen diesen Wirtschaftszweig mit Zähnen und Klauen. Cosson: Die Leidtragenden sind die Bürger, die für unwirtschaftliche Strukturen und diverse Quersubventionierungen für kommunale Prestigeprojekte tief in die Tasche greifen und die weltweit höchsten Wasserpreise zahlen müssen. Dabei ist das Standardargument der Besitzstandswahrer nämlich die Gefährdung der Trinkwasserqualität bei Privatisierung längst wissenschaftlich widerlegt.
Die kommunalen Monopolstrukturen in der Wasserwirtschaft sind hochgradig unsozial. Cosson: Industrieunternehmen und Wohlhabende können ihren Wohn- und Geschäftsort frei wählen und schlechten Standortbedingungen ausweichen. Diesen Spielraum hat der einfache Bürger nicht. Er ist dem Anschluss- und Benutzerzwang alternativlos ausgeliefert, ohne Schutzmöglichkeit vor überhöhten Preisen. Das halten wir für unsozial.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft e.V. (BDE)
Karsten Hintzmann, Leitung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Behrenstr. 29, 10117 Berlin
Telefon: (030) 5900335-0, Telefax: (030) 5900335-99
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