Hohen Managergehältern Einhalt gebieten!
(Berlin) - Zur aktuellen Diskussion um zu hohe Vorstandsgehälter sagt Dietmar Hexel, DGB-Vorstand und Mitglied der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex, am 22. März in Berlin: Zwischen den Jahren 1998 und 2004 haben sich die Vorstandsbezüge in den DAX-Unternehmen verdoppelt. In Deutschland bezieht der durchschnittliche Vorstand eines DAX-Unternehmens fast das 50-Fache eines durchschnittlichen Arbeitnehmereinkommens, einzelne Vorstandsvorsitzende oder -sprecher verdienen sogar noch weitaus mehr.
Diese Steigerung der Vorstandsgehälter ist weder in der Öffentlichkeit noch in den Unternehmen zu vermitteln und haben mit einer angemessenen Leistungsvergütung nichts mehr zu tun. Stattdessen entsteht eine Art Manager- und Industriefeudalismus.
Jean-Clode Trichet hat Recht, wenn er diese Entwicklung in Frage stellt und negative Auswirkungen auf die Demokratie befürchtet.
Darüber hinaus besteht die Gefahr einer ökonomischen Fehlsteuerung durch die gerade in deutschen Unternehmen besonders ausgeprägte Orientierung der Vorstandsvergütung am kurzfristigen Shareholder Value.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert daher die deutschen Aufsichtsräte auf, ihrer Verantwortung für eine angemessene Vorstandsvergütung stärker gerecht zu werden.
Um die Arbeitnehmervertreter/innen in den mitbestimmten Aufsichtsräten bei dieser schwierigen Aufgabe zu unterstützen, wird der DGB die bereits im Jahr 2003 veröffentlichten Empfehlungen für eine angemessene Vorstandsvergütung überarbeiten und aktualisieren. Dabei werden wir eng mit Experten aus Wissenschaft und Aufsichtsratspraxis zusammenarbeiten.
Unser Ziel ist es dabei, einen weiteren Anstieg der Vorstandsvergütung zu bremsen und gleichzeitig die Kriterien sozialer und gesellschaftlicher Verantwortung bei der Ausgestaltung stärker zu berücksichtigen.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesvorstand
Axel Brower-Rabinowitsch, Leiter, Presse- / Öffentlichkeitsarbeit, Finanzen
Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin
Telefon: (030) 24060-0, Telefax: (030) 24060-324
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