Huber fordert europäische Lösung für Opel
(Rüsselsheim) - Der Erste Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, hat für Opel ein eigenständiges Geschäftsmodell auf europäischer Ebene gefordert. "Das Management muss ein europäisches Geschäftsmodell entwickeln, das zukunftsfähig ist, und das Opel und seinen Schwestern genügend Selbstständigkeit für eine eigenständige Perspektive gibt", sagte Huber auf einer Kundgebung von Opel-Beschäftigten am Donnerstag (26. Februar 2009) in Rüsselsheim. Sie demonstrierten, wie auch ihre Kollegen der anderen europäischen GM-Standorte, gegen die Schließung von Standorten und die Vernichtung von Arbeitsplätzen. "Wir wollen eine solidarische, eine politische Lösung der Krise in der Autoindustrie", sagte der IG Metall-Vorsitzende. "Es darf nicht sein, dass einzelne Standorte und einzelne Belegschaften die Zeche für Fehlentwicklungen einer ganzen Branche zahlen."
Huber forderte die Politik in Bund und Ländern auf, sich auch finanziell zu engagieren. "Sichern Sie mit Bürgschaften und Einlagen die Zukunft des Unternehmens und der Arbeitsplätze", appellierte Huber. Es könne nicht sein, dass die Bundesregierung 500 Milliarden Euro an Bürgschaften und über 100 Milliarden an Kapitalspritzen für Banken zur Verfügung stelle, aber für den industriellen Kern, für die Basis des Wohlstandes "keinen müden Cent aufbringen will." Er plädierte außerdem für eine Kapitalbeteiligung der Mitarbeiter und für erweiterte Mitspracherechte der Arbeitnehmer. Huber kritisierte das kurzfristige Profitstreben vieler Manager, das diese Krise verursacht habe. Verantwortungslose Eigentümer und Manager hätten in der Vergangenheit nur an den Profit gedacht: "Möglichst viel, möglichst kurzfristig und ohne langfristige Perspektive für Unternehmen und Arbeitsplätze."
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall Vorstand (IG Metall)
Georgios Arwanitidis, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Wilhelm-Leuschner-Str. 79, 60329 Frankfurt am Main
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