ifo Weltwirtschaftsklima / Ergebnisse des Ifo World Economic Survey (WES) vom 1. Quartal 2006 in Zusammenarbeit mit der Internationalen Handelskammer (ICC) in Paris / Weltwirtschaft: Deutliche Erholungstendenz
(München) - Der ifo Indikator für das Weltwirtschaftsklima setzte die im Herbst 2005 begonnene Erholung verstärkt fort, nachdem er sich seit Anfang 2004 abgeschwächt hatte. Die Besserung betraf sowohl die allgemeine wirtschaftliche Lage als auch die Erwartungen für die nächsten sechs Monate.
Besserungstendenzen sind diesmal wiederum insbesondere in Westeuropa auszumachen. Sowohl die Urteile zur aktuellen wirtschaftlichen Lage als auch die Erwartungen für die nächsten sechs Monate zeigten hier deutlich nach oben. Auch in Nordamerika ist die Tendenz des Klimaindikators wieder steigend; der Rückschlag im Oktober letzten Jahres war offenbar nur temporärer Natur. In Asien verbesserte sich das Wirtschaftsklima ebenfalls: Die WES-Experten schätzten die gegenwärtige wirtschaftliche Lage deutlich positiver ein, die Erwartungen fielen dagegen nur leicht günstiger aus.
Die Inflationserwartungen im Weltdurchschnitt für 2006 haben sich zwar gegenüber der Erhebung vom Oktober letzten Jahres geringfügig zurückgebildet, sind aber mit 3,2 Prozent weiterhin hoch. Der leichte Rückgang rührt von Nordamerika her, wo für 2006 nur noch mit einer Preissteigerungsrate von 2,8 Prozent nach 3,2 Prozent im Jahr 2005 gerechnet wird. Während in Westeuropa die Preiserwartungen mit 2,1 Prozent unverändert blieben, zogen sie in Asien leicht an (auf 2,8 Prozent nach 2,7 Prozent im Jahre 2005). Da sich die Inflationserwartungen im Weltdurchschnitt nur geringfügig zurückgebildet haben, setzen mehr WES-Experten als zuvor auf weiter steigende Zentralbank- und Kapitalmarktzinsen. Dies gilt insbesondere für Westeuropa und Asien. In Nordamerika − USA und Kanada erwarten dagegen weniger WES-Experten als bisher weitere Zinserhöhungen.
Der US-Dollar gilt nunmehr im Länderdurchschnitt als leicht überbewertet, nachdem er von den WES-Experten seit über zwei Jahren als unterbewertet eingestuft worden war. Sie sehen den Kurs des Euro leicht, das britische Pfund jedoch als deutlich überbewertet an. Einzig der japanische Yen wird wie schon bei der vorangegangenen Erhebung als unterbewertet eingestuft.
Quelle und Kontaktadresse:
ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V.
Annette Marquardt, Pressesprecher
Poschingerstr. 5, 81679 München
Telefon: (089) 92240, Telefax: (089) 985369
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