IG BAU: Mängel in der Ausbildung beheben
(Frankfurt am Main) - Der Einstieg ins Berufleben gestaltet sich für Jugendliche zunehmend schwierig. Das belegt eine Studie des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB). Nach dem Ausbildungsbericht verrichten noch immer über 70 Prozent der Befragten ausbildungsfremde Tätigkeiten. Dazu kommen Überstunden, die teilweise über das gesetzlich zulässige Maß hinausgehen.
"So lange es zu wenig Ausbildungsplätze gibt, sind Jugendliche vor allem dankbar. Die Gefahr ist groß, dass sie Mängel in der Ausbildung hinnehmen, um ihre Übernahme nicht zu gefährden", sagt Christian Beck, Jugend-Sekretär der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU).
Die IG BAU fordert ein umlagefinanziertes Ausbildungssystem, das es in dieser Form derzeit nur im Baugewerbe gibt. Nur so könnten mehr Ausbildungsplätze geschaffen werden. "Dann steigt auch die Chance, dass die Jugendlichen sich gegen Missstände wehren", sagt IG BAU-Jugendsekretär Christian Beck.
Im "Ausbildungsreport 2009" der DGB-Jugend wurden knapp 7000 Jugendliche der 25 am häufigsten gewählten Ausbildungsberufe schriftlich zu ihren Ausbildungsbedingungen gefragt. Die jährlich erscheinende Studie soll eine Orientierungshilfe für Schüler, Eltern und Lehrer bieten.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Bundesvorstand
Sigrun Heil, Pressesprecherin
Olof-Palme-Str. 19, 60439 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 95737-0, Telefax: (069) 95737-800
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