Pressemitteilung | (IG BCE) Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie

IG BCE begrüßt „Initiative 50 Plus“ / Mehr Chancen für Ältere

(Hannover) - Die IG BCE begrüßt die „Initiative 50 Plus“, die Arbeitsminister Franz Müntefering am Dienstag (19. Juli) im Bundeskabinett vorgestellt hat. Ältere Arbeitslose sollen besonders gefördert und zusätzliche Möglichkeiten zur Rückkehr ins Erwerbsleben geschaffen werden. Wilfried Woller, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der IG BCE und zuständig für Arbeitsmarktpolitik, unterstrich: „Wir müssen mehr für ältere Arbeitnehmer tun. Die Unternehmen sind aufgefordert, die demographischen Entwicklung bei der Personalpolitik stärker zu beachten.“

Nach Auffassung der IG BCE ist eine spezifische Förderpolitik für die Problemgruppen dringend erforderlich. Insbesondere für die älteren Arbeitnehmer und die jüngeren Langzeitarbeitslosen müssen die Anstrengungen verstärkt werden. Mit der Müntefering-Initiative wird diese gewerkschaftliche Forderung in Teilen erfüllt. Von den über 55jährigen sind in Deutschland nur 42 Prozent berufstätig. In Skandinavien sind es dagegen 70 Prozent. Ziel ist es, die Quote in Deutschland auf 50 Prozent anzuheben.

Woller: „Wer das Arbeitskräftepotential für sein Unternehmen auf das Jahr 2010 hin fit machen will, muss heute ausbilden und zugleich die Beschäftigung Älterer sicherstellen. Die Unternehmen müssen spätestens jetzt beginnen, wieder stärker auf ältere Arbeitnehmer zu setzen, auch um den Wissenstransfer an die Jüngeren zu gewährleisten.“

Klein- und Mittelunternehmen fordert Woller auf, sich bei der Bewältigung kommender Demographieprobleme der vielfältigen Hilfsangebote der Betriebsräte, Verbände und Kammern zu bedienen. „Man muss nicht alles selbst machen. Beschäftigungssicherung im Betrieb ist eine der Domänen zukunftsgerichteter Betriebsratspolitik. Die IG BCE berät und hilft hier gerne.“

Quelle und Kontaktadresse:
IG BCE Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Bundesvorstand Pressestelle Königsworther Platz 6, 30167 Hannover Telefon: (0511) 7631-0, Telefax: (0511) 7631-713

(sk)

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