Pressemitteilung | IG Metall - Industriegewerkschaft Metall
Anzeige

IG Metall-Aktionstag unter dem Motto "Macht Politik für die Mehrheit der Menschen" / Huber: "Enttäuschung über Politik darf nicht in Enthaltung münden"

(Frankfurt am Main) - Mit einem Aktionstag vor der Bundestagswahl will sich die IG Metall in die politische Auseinandersetzung einmischen. "Die Menschen fühlen sich immer weniger mit ihren Problemen und Sorgen von der Politik ernst genommen", sagte der Erste Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber am Freitag in Frankfurt. Die IG Metall wolle den Menschen eine Stimme geben. "Die Menschen verlangen von der Politik Antworten darauf, wer am Ende die Zeche für die Krise zahlt", betonte Huber. Es werde nicht hingenommen, dass die Verursacher dieser Krise und die ideologischen Wegbereiter daraus politisches Kapital schlagen würden und am Ende wieder die Profiteure seien. Es wäre ein Treppenwitz der Geschichte, wenn von der Finanzmarktkrise jene profitieren, die nicht weniger, sondern mehr Shareholder-Kapitalismus wollen.
Huber warnte davor, dass aus Enttäuschung der Menschen Enthaltung entstehen könnte. Deshalb werde die IG Metall für eine hohe Wahlbeteiligung werben, kündigte der Gewerkschafter an.

Unter dem Motto "Macht Politik für die Mehrheit der Menschen" veranstaltet die IG Metall wenige Wochen vor der Bundestagswahl am Samstag (05. September 2009) einen zentralen Aktionstag in Frankfurt am Main. Mittelpunkt ist dabei eine "politische Arena der Wähler" mit mehr als 50.000 Teilnehmern in der Frankfurter Commerzbank-Arena. Im Vordergrund stehen dabei Berichte von Arbeitnehmern, die über Arbeitsplatzverlust, prekäre Beschäftigung wie Leiharbeit, Arbeitsbedingungen, die aus der Rente mit 67 eine Zumutung machen, und mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Beruf berichten. Am Samstagvormittag werden mehrere tausend Jugendliche aus dem ganzen Bundesgebiet zu einer Kundgebung auf dem Opernplatz erwartet.

Mit der Veranstaltung in der Arena erprobe die IG Metall eine neue Form der Kundgebung, die die bisherigen Ausdrucksformen ergänze. "Wir wollen nicht über die Köpfe unserer Mitglieder hinweg reden, sondern mit ihnen sprechen", sagte der Zweite Vorsitzende der IG Metall, Detlef Wetzel. Damit unterscheide sich die IG Metall fundamental von den Parteien im Bundestagswahlkampf. Gegenwärtig werde ein Meinungskampf um die Ursachen und die Bewältigung der Folgen der Wirtschaftskrise ausgetragen. Dabei würden die Erfahrungen der Menschen, die den Wohlstand der Gesellschaft erarbeiten, außen vor gehalten, kritisierte Wetzel. "Wir wollen die öffentlichen Räume nicht den Konzernen und den Heuschrecken überlassen, wir erobern sie uns zurück."

Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall Vorstand (IG Metall) Georgios Arwanitidis, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Wilhelm-Leuschner-Str. 79, 60329 Frankfurt am Main Telefon: (069) 6693-0, Telefax: (069) 6693-2843

Logo verbaende.com
NEWS TEILEN:

NEW BANNER - Position 4 - BOTTOM

Anzeige