IG Metall: Ausbildungszahlen belegen Negativrekord seit 15 Jahren
(Frankfurt am Main) - Als schlechtestes Ergebnis der vergangenen 15 Jahre hat IG Metall-Vorstandsmitglied Regina Görner die am 11. Oktober 2006 von der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten Ausbildungszahlen bewertet. Mit 50.000 offiziell unversorgten Jugendlichen ist der Ausbildungspakt endgültig gescheitert, sagte Görner am 11. Oktober 2006 in Frankfurt. Die IG Metall gehe davon aus, dass die Daten der Bundesagentur nur die Spitze des Eisbergs seien. Wir rechnen damit, dass 100.000 Jugendliche in diesem Herbst noch eine Ausbildungsstelle suchen. Sie werden jetzt in unsinnige Warteschleifen abgedrängt.
Wie im Vorjahr verkünde die Wirtschaft jetzt bereits die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge, obwohl das Bundesinstitut für Berufsbildung diese gerade noch auszähle. Auch im vergangenen Jahr wurde von der Wirtschaft zu früh gejubelt, am Ende gab es das schlechteste Bilanzergebnis seit der Wiedervereinigung, kritisierte Görner. Den heutigen Versuch von Gesamtmetall, die Schuld für die Ausbildungsmisere bei der schlechten Vorbildung der Jugendlichen zu suchen, wies Görner zurück.
Eine IG Metall-Auswertung der Agenturzahlen zeige, dass 50 Prozent der aktuellen Bewerber aus den Vorjahren stammten. Die Jugendlichen, die bereits in den Vorjahren keine Ausbildungsstelle fanden und jetzt als sogenannte Altbewerber einen Ausbildungsplatz suchten, hätten immer weniger Chancen. Mit steigendem Alter der Bewerber sind die Betriebe nicht mehr bereit, diesen Jugendlichen eine Chance zu geben. Die Betriebe stünden weiterhin in der Verantwortung mehr zu tun. Nur so könne der steigende Fachkräftebedarf gedeckt werden, forderte Görner.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall (IG Metall)
Georgios Arwanitidis, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Wilhelm-Leuschner-Str. 79-85, 60329 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 6693-0, Telefax: (069) 6693-2843
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