Pressemitteilung | IG Metall - Industriegewerkschaft Metall
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IG Metall-Beirat: Arbeitgeber müssen sich bei Altersteilzeit bewegen

(Frankfurt am Main) - Die IG Metall hat im Tarifstreit um die Altersteilzeit ihre Forderung nach einer Anschlussregelung bekräftigt und die Arbeitgeber aufgefordert, sich zu bewegen. „Die Vorstellungen der Arbeitgeber stehen sowohl den individuellen Bedürfnissen der Beschäftigten nach einem selbstbestimmten und flexiblen Altersausstieg als auch arbeitsmarktpolitischen Erfordernissen entgegen“, heißt es in einer Resolution des Beirates der IG Metall, die am Dienstag (10. Juni 2008) in Frankfurt verabschiedet wurde. Der Arbeitsmarkt erfordere auch über das Jahr 2010 hinaus die Brückenfunktion der Altersteilzeit, durch die jüngere Menschen in ein Arbeitsverhältnis übernommen werden können, wenn ältere Beschäftigte aus dem Erwerbsleben aussteigen. Der Beirat ist das höchste Organ der IG Metall zwischen den Gewerkschaftstagen und tagt vier Mal jährlich.

In der Erklärung kritisiert die Gewerkschaft weiter, dass die Arbeitgeber die Altersteilzeit nur auf besonders belastete Beschäftigte beschränken wollten. Die IG Metall dagegen fordert einen grundsätzlichen Anspruch auf Altersteilzeit für ältere Arbeitnehmer. „Beschäftigte sollen auch in Zukunft vor dem gesetzlichen Rentenalter flexibel aus dem Erwerbsleben ausscheiden können.“ Darüber hinaus müsse es weiterhin einen Ausgleich für eintretende Rentenabschläge geben. Die Große Koalition in Berlin fordert der Beirat auf, „ein Ergebnis dadurch zu erleichtern, dass sie für Fälle der beschäftigungswirksamen Umsetzung der Altersteilzeit die Förderung durch die Bundesagentur für Arbeit beibehält.“

In der Tarifauseinandersetzung um die Altersteilzeit in der Metall- und Elektroindustrie haben sich seit Ende der Friedenspflicht am 4. Juni 2008 fast 100.000 Beschäftigte vornehmlich in Baden-Württemberg an Warnstreiks beteiligt. Der Beirat hat alle Beschäftigten der Branche dazu aufgerufen, in den kommenden Tagen auch bundesweit mit Warnstreiks und anderen Protestaktionen aktiv zu werden.

Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall Vorstand (IG Metall) Georgios Arwanitidis, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Wilhelm-Leuschner-Str. 79, 60329 Frankfurt am Main Telefon: (069) 6693-0, Telefax: (069) 6693-2843

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