IG Metall erzielt spürbare Einkommenserhöhungen für die Beschäftigten der Textil- und Bekleidungsindustrie
(Frankfurt am Main) - Als einen guten Kompromiss hat Berthold Huber, Zweiter Vorsitzender der IG Metall, das Tarifergebnis für die westdeutsche Textil- und Bekleidungsindustrie bewertet. Wir haben spürbare Einkommenserhöhungen durchgesetzt und darüber hinaus erfolgreich verhindert, dass die Jahressonderzahlungen abgesenkt und unbezahlte Mehrarbeit eingeführt werden kann, sagte Huber am Freitag, 12. Mai 2006, in Frankfurt.
Nach zwölfstündigen Verhandlungen hatte die IG Metall am Freitag für die 130 000 Beschäftigten der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie einen Tarifabschluss erzielt. Danach erhalten die Beschäftigten ab 1. Mai 2006 für sechs Monate zwei Einmalzahlungen in Höhe von jeweils 170 Euro und die Auszubildenden von jeweils 85 Euro. Ab 1. November steigen die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 2,5 Prozent und ab dem 1. Mai 2007 um weitere 2 Prozent bis zum 29. Februar 2008. Die gesamte Laufzeit des Tarifvertrags beträgt 22 Monate.
Bei den Einmalzahlungen wurde eine Möglichkeit der Variabilisierung ähnlich wie in der Metall- und Elektroindustrie vereinbart, sagte Huber. Bei günstiger wirtschaftlicher Lage könnten durch freiwillige Betriebsvereinbarungen die Einmalzahlungen verdoppelt werden. Ebenso könnten die Einmalzahlungen aus wirtschaftlichen Gründen durch eine freiwillige Betriebsvereinbarung gekürzt werden. In der Textil- und Bekleidungsindustrie sei in derartigen Fällen eine Beschäftigungssicherung zwingend. Sowohl Erhöhungen wie Absenkungen bei den Einmalzahlungen können nur in beiderseitigem Einvernehmen zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber erfolgen. Beziehern niedriger Einkommen sowie den Auszubildenden kommen die Einmalzahlungen überproportional zugute, betonte Huber.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall (IG Metall)
Georgios Arwanitidis, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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