IG Metall fordert nachhaltige Finanzmarktregulierung
(Frankfurt am Main) - Die IG Metall hat eine nachhaltige Regulierung der Finanzmärkte gefordert. Wir erleben mit der internationalen Finanzkrise das Ende eines desaströsen Finanzmodells. Der Marktradikalismus mit seinem Schlachtruf mehr Markt und weniger Staat ist an der Wirklichkeit zerschellt, sagte der IG Metall-Vorsitzende Berthold Huber anlässlich der Makroökonomischen Konferenz der IG Metall am Donnerstag (30. Oktober 2008) in Frankfurt.
Der IG Metall-Vorsitzende forderte eine neue Finanzstruktur, die das Diktat der Finanzmärkte beende und das Primat der Politik über die Ökonomie wieder herstelle. Wir brauchen nicht nur einen Schutzschirm für Banken, wir brauchen langfristige Investitionen in Umwelt und Arbeit und wir brauchen mehr Zukunftsinvestitionen des Staates in Bildung und Wissenschaft. Aber vor allem brauchen wir den Vorrang der Realwirtschaft vor dem Finanzkapital, forderte Huber. Zudem müsse die Privilegierung der Finanzbranche korrigiert werden. Die Wiedereinführung von Steuern auf Gewinne aus Beteiligungsverkäufen ist ebenso geboten wie die höhere Besteuerung von Kapitaleinkünften. Die Gesellschaft werde es nicht hinnehmen, wenn die Lösung der Finanzmarktkrise nach dem Prinzip erfolge Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert.
Angesichts der Finanzmarktkrise sei es ökonomisch vernünftig mit höheren Einkommen die Nachfrage am Binnenmarkt zu beleben. Wer mit Personalkostensenkung mitten in einer internationalen Finanzkrise die Kaufkraft strangulieren will, der muss sich vorwerfen lassen, einzelbetrieblich egoistische Interessen zu Lasten makroökonomischer Vernunft durchsetzen zu wollen. Nachfragerückgänge, die durch die Kreditkrise bedingt sind, kann man nicht durch Lohnzurückhaltung bekämpfen, sagte Huber.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall Vorstand (IG Metall)
Georgios Arwanitidis, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Telefon: (069) 6693-0, Telefax: (069) 6693-2843
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