Pressemitteilung | IG Metall - Industriegewerkschaft Metall
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IG Metall fordert raschen Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen

(Frankfurt am Main) - Die IG Metall hat eine rasche Umsetzung der Pläne für eine bessere Kinderbetreuung gefordert. „Um eine echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten, ist der Ausbau der Ganztagsbetreuung gerade auch für Kleinkinder überfällig,“ sagte IG Metall-Vorstandsmitglied Kirsten Rölke am Dienstag (6. März 2007) anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März. Frauenerwerbstätigkeit werde in Deutschland noch immer durch fehlende Kinderbetreuungsmöglichkeiten behindert. „Der Plan der großen Koalition, die Betreuungseinrichtungen für Kinder unter drei Jahren auszubauen, darf jetzt nicht wieder zerredet werden“, sagte Rölke.

Die IG Metall begrüße den von der SPD geforderten Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ab dem ersten Lebensjahr. Damit werde außerdem ein nahtloser Anschluss an die Elterngeld-Phase ermöglicht. „Richtig ist ebenfalls, dass die SPD den Ausbau von Betreuungseinrichtungen mit dem Ehegattensplitting verknüpft“, sagte Rölke. Das antiquierte Steuerrecht mit der Förderung der Alleinverdiener-Ehe behindere zusätzlich die Frauenerwerbstätigkeit. „Es kommt jetzt darauf an, schnell und verlässlich die parteiübergreifend geforderten Kinderbetreuungsplätze zu schaffen, statt diese vernünftige Forderung wieder in Frage zu stellen.“

Außerdem forderte Rölke von der Bundesregierung weitere Schritte für eine konsequentere Politik für gleiche Chancen von Frauen und Männern. Nach dem EU-Gleichstellungsbericht 2007 verdienten in der Europäischen Union Frauen immer noch im Durchschnitt 15 Prozent weniger als Männer. „Diese Benachteiligung ist schon schlimm genug. Dass aber Deutschland mit einem Entgeltunterschied von 22 Prozent eines der Schlusslichter bildet, muss endlich zu entschiedenen Maßnahmen führen,“ kritisierte Rölke. Ebenso seien die Aufstiegschancen von Frauen mit einem Anteil von nur 26 Prozent weiblicher Führungskräfte in Deutschland desolat. „Deshalb bleiben wir bei der gewerkschaftlichen Forderung nach einem Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft“, sagte Rölke.

Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall Vorstand (IG Metall) Pressestelle Wilhelm-Leuschner-Str. 79-85, 60329 Frankfurt am Main Telefon: (069) 6693-0, Telefax: (069) 6693-2843

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