Pressemitteilung | IG Metall - Industriegewerkschaft Metall
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IG Metall fordert tarifliche Mindestlöhne für Beschäftigte in Großwäschereien: „Schmuddelkonkurrenz das Handwerk legen“

(Frankfurt am Main) - Die IG Metall hat die Bundesregierung aufgefordert, die Branche „Textile Dienstleistungen“ ins Entsendegesetz aufzunehmen und ihre Tariflöhne für allgemeinverbindlich zu erklären. Mit einem entsprechenden Antrag der IG Metall und des Arbeitgeberverbandes „Intex“ will sich die „Koalitionsarbeitsgruppe Mindestlohn“ der Bundesregierung am kommenden Montag (27. Oktober 2008) in Berlin befassen. „Die Arbeitsplätze in den Großwäschereien geraten durch unseriöse Anbieter und Dumpinglöhne zunehmend in Gefahr“, sagte Helga Schwitzer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, am Freitag (24. Oktober 2008) in Frankfurt. „Diesem Unterbietungswettlauf, dem zuerst menschenwürdige Arbeitsbedingungen und dann die Arbeitsplätze selbst zum Opfer fallen, kann man durch tarifliche Mindestlöhne ein Ende setzen.“ Sie fordert, dass „dieser Schmuddelkonkurrenz, die sich einen Wettbewerbsvorteil durch die Ausbeutung von Menschen verschaffen will“, das Handwerk gelegt wird.

Torpediert werde der Antrag durch die konkurrierende Arbeitgeberorganisation „Deutscher Textilreinigungsverband“ und dem christlichen „Deutschen Handlungsgehilfen Verband“ (DHV). Beide Organisationen sollen nach Angaben der IG Metall Verträge abgeschlossen haben, die weit unter dem Niveau der IG Metall-Tarifverträge liegen. Die Branche beschäftigt rund 28 000 Menschen in Deutschland. Rund 16 000 Beschäftigte, also 57 Prozent fallen unter den von der IG Metall und dem Branchenverband „Intex“ abgeschlossenen Tarifvertrag. Gewerkschaft und Arbeitgeber fordern, den Mindestentgelttarifvertrag, wonach Beschäftige in den Großwäschereien mindestens 9,20 Euro im Westen und 8,01 Euro im Osten verdienen, für allgemeinverbindlich zu erklären.

Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Metall Vorstand (IG Metall) Georgios Arwanitidis, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Wilhelm-Leuschner-Str. 79, 60329 Frankfurt am Main Telefon: (069) 6693-0, Telefax: (069) 6693-2843

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